Speyer
Pro und Contra: Sollte privates Feuerwerk untersagt werden?
Pro: Schafft es ab!
Die Bilder zum Jahreswechsel sind schön. Buntes Feuerwerk, viele Lichter, tolle Effekte. Der Preis dafür ist allerdings viel zu hoch. Die bekannten Argumente liegen auf dem Tisch: von Überlastung der Rettungskräfte bis Umwelt- und Tierschutz. Feuerwerk mag für viele eine Tradition und Ausdruck individueller Freiheit sein. Das rechtfertigt jedoch nicht die enormen Folgen, die dieses Handeln verursacht. Nun könnte man argumentieren, dass es nur vernünftigen Umgang mit dem bisschen Pyrotechnik braucht, und dann wird alles besser. Leider wird uns in jeder letzten Nacht eines Jahres bestätigt, dass einige Zeitgenossen dazu nicht fähig sind. Also bleibt konsequenterweise nur eine Lösung: Schon der Verkauf von Böllern an Privatleute sollte verboten werden. Als Ersatz kann man über ein zentrales Feuerwerk nachdenken.
Contra: Lasst es so, wie es ist!
Wagen wir ein Gedankenexperiment: Es gibt rücksichtlos rasende und auch schwer berauschte Autofahrer. Das macht sie zu einer Gefahr für die Allgemeinheit und strapaziert Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Notaufnahmen. Also lasst uns das Autofahren generell verbieten! Natürlich nicht, denn dadurch würde die unbescholtene große Mehrheit in Mithaftung genommen für einige wenige Rüpel, die sich falsch verhalten. Nur, weil einige Durchgeknallte an Silvester nicht mit Feuerwerk umgehen können, sollen alle verzichten? Das kann nicht die Lösung sein. Geballert würde trotzdem, dann nur eben illegal. Und was würde durch zentrale Feuerwerke sicherer, wenn sich die Massen an wenigen Orten ballen? Wo sollen überhaupt all die Menschen hin, die ein Feuerwerk sehen wollen? Traditionen sind wertvoll. Sie schaffen Gemeinschaft. Wir sollten sie nicht leichtfertig über Bord werfen.
