Speyer
Postgalerie: Gespräche über Podest laufen
Derzeit werde im Rathaus die Vorgeschichte aufbereitet und den Fraktionen zur Verfügung gestellt, teilt Verwaltungssprecherin Annika Roth mit. Erwe ist nach eigener Mitteilung offen für Vorschläge, wie das Podest „nach den verschiedenen Geschmäckern umgestaltet werden sollte“. Wie berichtet, soll es als gastronomischer Freisitz für das künftige Lokal „Wilma Wunder“ dienen. Als es vorvergangene Woche neben dem Eingang der Galerie installiert war, regte sich Kritik an den Ausmaßen und der Einschränkung des Verkehrsraums.
„Das nun stehende Podest wurde, wie auch das ursprünglich vorgesehene, in Stein gemauerte Podest, genehmigt“, betont die Eigentümerseite. Es sei als temporäre Konstruktion erstellt worden, um auf städtische Umbaupläne für den Postplatz Rücksicht zu nehmen. Darauf nimmt in einer Stellungnahme auch die Speyerer SPD Bezug. Sie zeigt sich darin unter anderem verwundert über die Kritik der CDU an dem Podest, die 2018 ebenso Plänen für eine Aufwertung der Postgalerie inklusive Rampe und Podest am Haupteingang zugestimmt habe, wie die jetzt ebenfalls kritischen SWG, FDP und Freien Wähler.
2018 und 2019 beschlossen
Im August 2019 hatte es im Stadtrat auch eine deutliche Mehrheit für den städtebaulichen Vertrag gegeben, der die Eingriffe am Portal regelt. „Jetzt so zu tun, als wüsste man von alldem nichts, ist unseres Erachtens nicht gerechtfertigt“, betont SPD-Chef Walter Feiniler. Auch er sei allerdings kein Fan der Anlage: „Die Postgalerie benötigt eine neue Perspektive, ob diese Perspektive mit einer neuen Treppenanlage und einem Podest erzielt werden kann, ist mehr als fraglich.“
Kritisch zu Wort gemeldet hat sich auch der städtische Behindertenbeauftragte Rhett-Oliver Driest: Es müsse ein sicherer Weg am Podest vorbeigeführt werden; dieser sei momentan aber nicht erkennbar. Barrierefreiheit an der Galerie werde für ihn gerade zur „Lebensaufgabe“.