Speyer
Postplatz: Lob für Entgegenkommen der Postgalerie
Seit mehreren Jahren gibt es einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und der Firma Erwe als Eigentümer des Einkaufs- und Dienstleistungszentrums Postgalerie. Dieser erlaubt die Überbrückung des rund einen Meters Höhendifferenz zur Verkaufsfläche in neuer Form mit Auswirkungen auf den Vorplatz.
Erwe werde für den neuen gastronomischen Mieter „Wilma Wunder“ zunächst nur ein temporäres Podest am Haupteingang bauen, so Nolasco. Die 60 Quadratmeter entstünden „in einer Art Bühnenkonstruktion“ und blieben „sehr eng an der Gebäudefassade mit fünf Meter Abstand von der Fahrstraße“, so Nolasco. Für das Lokal wird derzeit im Inneren der Bereich rechts vom Haupteingang umgebaut. Als Eröffnungstermin nennt es auf seiner Internetseite „Anfang 2025“.
Neuer Vertrag erforderlich?
Der Fachbereichsleiter lobte die Kooperationsbereitschaft des Postgalerie-Betreibers. Dieser wolle abwarten, welche neue Gestaltung die Stadt für den Postplatz plant und seine Pläne dann womöglich anpassen: „Wir erarbeiten gemeinsam eine neue Lösung.“ Dafür wäre nach seiner Einschätzung ein neuer städtebaulicher Vertrag samt Bauantrag notwendig.
Für die Umgestaltung des Postplatzes hat die Stadtverwaltung bereits mehrere Bürgerbeteiligungsrunden hinter sich. Sie kündigt eine Entscheidung über die künftige Verkehrsführung für das kommende Jahr und danach ein Wettbewerbsverfahren an. „Die Umplanung des Postplatzes ist für das Jahr 2026 angedacht, bevor es ab 2027 an die Umsetzung geht“, teilt die Verwaltung im Internet mit.
Brezelhaus ist geschützt
Die Rahmenbedingungen für das Projekt haben sich geändert, seit die Landesdenkmalbehörde das gläserne Brezelhaus am Platz aus den 1980er-Jahren unter Schutz gestellt hat. Die Stadt hatte dem widersprochen, so Nolasco. „Jetzt besteht die Notwendigkeit, alles mit diesem Gebäude in Einklang zu bringen und mit der Landesdenkmalbehörde abzustimmen.“
Ein Vorstoß der Freien Wähler, einen Brunnen für den Postplatz gestalten zu lassen, hatte politisch keine Mehrheit gefunden. Die Stadt liebäugelt mit nur noch einem Straßenast auf dem Platz – auf der von der Postgalerie abgewandten Seite. In der Bauausschusssitzung am Dienstag, 3. Dezember (17 Uhr, Rathaus), will sie über die Rahmenbedingungen des Projekts informieren.