Speyer Osttürme: Gerüstbau am Dom abgeschlossen
Seit Montag ist der mehrmonatige Aufbau des Gerüsts an den beiden Osttürmen des Speyerer Doms abgeschlossen. Das hat Dombaumeisterin Hedwig Drabik mitgeteilt. „Das Gerüst ist zur Nutzung freigegeben“, so Drabik. Inzwischen hätten die Steinmetze begonnen, ihre Baustelle einzurichten. „Die Naturwerksteinarbeiten können damit beginnen“, beschreibt die Dombaumeisterin den nächsten Schritt. Allerdings steht der Arbeitsbeginn noch unter Vorbehalt. Er hänge nach wie vor von der Witterung ab. „Bei Temperaturen unter 0 Grad, bei starkem Regen oder Sturmwarnung kann aus Sicherheitsgründen nicht gearbeitet werden“, erläutert Drabik. Als Nächstes werde die Feuerwehr eingewiesen, um das Gerüst im Notfall nutzen zu können.
Der Aufbau des Gerüsts an der größten romanischen Kirche der Welt hatte im September vergangenen Jahres begonnen und war äußerst anspruchsvoll. Mit einem Teleskopkran hatte ein Koblenzer Unternehmen besonders schwere Gerüstteile nach oben gebracht und montiert. Zudem war ein besonderer Aufzug am Welterbe angebracht worden. Zuerst war der Nordostturm und anschließend der Südostturm des Weltkulturerbes eingerüstet worden. An dessen oberen Teil sollen als Erstes Fassaden instandgesetzt werden. Zudem sollen die Turmgiebel und die Wasserführung überarbeitet werden. Für den ersten Bauabschnitt sind 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Fassaden der Türme sind zum Großteil durch Witterungseinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen worden. So setzen den beiden Türmen laut Domkapitel etwa Starkregen zu. Auch die Zwischendecken seien stark beschädigt. Die Sanierung soll möglichst bis zur 1000-Jahr-Feier des Doms 2030 abgeschlossen sein.