Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Noch bis Oktober Arbeiten am Rathaus

Noch mehrere Monate eingerüstet: Maler und Dachdecker am Rathaus.
Noch mehrere Monate eingerüstet: Maler und Dachdecker am Rathaus.

Seit 2024 wird das Historische Rathaus in der Maximilianstraße 12 saniert. Eigentlich sollte das Ein-Millionen-Euro-Projekt schon fertig sein. Es dauert aber etwas länger.

Die Stadt als Bauherrin geht aktuell von einem Abschluss der Sanierung Mitte bis Ende Oktober aus. In der Vergangenheit war von Frühjahr und Sommer 2025 die Rede gewesen. Vor allem die komplette Neueindeckung des zuvor undichten Dachs mit mehr als 200.000 Naturschieferplatten braucht viel Zeit. Das hat unter anderem mit den Gauben und anderer Bauzier an dem zwischen 1712 und 1726 errichteten Barockgebäude in prominenter Lage zu tun.

Zwischen Mitte August und Mitte September werde die Dachdeckerfirma an der Straßenseite tätig sein, berichtet Verwaltungssprecherin Janine Friedmann auf Anfrage. „Obwohl hier nur eine vergleichsweise geringe Restfläche bearbeitet werden muss, ist der Aufwand aufgrund der Vielzahl an baulichen Details – darunter Gauben, Kehlen und Ornamente – besonders hoch.“ Im Anschluss würden an der Gebäuderückseite zwei Wochen lang alte Schieferplatten entfernt und fünf Wochen lang neue angebracht.

Witterung sorgt für Ungewissheit

Friedmann spricht von einem „Kontrollplan für den Bauablauf, der unter dem Vorbehalt witterungsbedingter Verzögerungen steht“. Zum Beispiel längere Perioden von mehr als 30 Grad könnten die Arbeiten in luftiger Höhe unterbrechen. Parallel laufen außerdem schon Malerarbeiten, denn auch die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes wird erneuert. Sie erfolgen laut Stadt „im selben Zeitraum wie die übrigen Maßnahmen, gegebenenfalls mit leichtem zeitlichem Versatz“.

Voraussichtlich bis zum Ende des Projekts würden der Kran und die weitere Baustelleneinrichtung den Durchgang vor dem Rathaus in der Maximilianstraße einschränken, betont Friedmann. Das fast 25 Meter hohe Gerüst über dem Gebäude an prominenter Stelle hatte ebenso für Aufsehen gesorgt wie ein Unfall im Mai, als ein Gerüstteil abgestürzt war und Sachschaden verursacht hatte.

Farbe bleibt rot

Ein Hingucker soll die künftige Fassade sein, deren Rot schon hinter den Netzen am Gerüst zu sehen ist. Der Farbton scheint etwas kräftiger als beim alten Anstrich, stellt aber laut Friedmann keine große Veränderung dar: „Die Farbgestaltung orientiert sich am bestehenden Erscheinungsbild, um die Kontinuität und den denkmalpflegerischen Wert des Gebäudes zu erhalten.“ Die Lisenen, Säulen und Unterschichten sowie die Fenster werden farblich abgesetzt.

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