Speyer Neuer Anlauf für Geschäfte und Lokale am Lang-Platz
Rund 60 „Siedler“ waren am Samstag dem Ruf der Stadt nach Beteiligung gefolgt. Es geht um die Pläne für den Birkenweg mit Ausläufern zum Seppel-Scherer- und Nußbaumweg. Vor allem anderen müssen nach dem Zeitplan der Stadtwerke (SWS) die Kanalarbeiten abgeschlossen sein – geplant: im Mai nächsten Jahres. „Es kommt darauf an, was unter dem Pflaster ist“, erklärt ein SWS-Vertreter. In dem Zug sollen Leerrohre beispielsweise für mögliche Glasfaserkabel verlegt werden, kündigten städtische Vertreter auf Nachfrage von Anwohnern an. Noch wichtiger ist den Siedlern Verkehrsberuhigung. „Ortsfremde befahren den Birkenweg und anliegende Straßen langsamer als Speyerer“, sagt Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann (Grüne). Einen Teil der Teilnehmer an der Bürgerversammlung empört diese Aussage.
Mehr Leben und mehr Lust auf Verweilen soll der Heinrich-Lang-Platz in Zukunft bieten. Wasserdurchlässiges Pflaster, Spielangebote, ein Fontänenfeld, E-Ladestationen und einen Carsharing-Standplatz hat die Stadt als Vorschläge. Den Anwohnern sind auch gastronomische Angebote, gerne auf dem Platz, wichtig. Sie wünschen sich einen Wochenmarkt nach dem Vorbild auf dem Platz der Stadt Ravenna. Manche wollen mehr Grün, andere mehr Parkplätze und alle mehr Sicherheit. Auch darauf hat sich die Stadtverwaltung vorbereitet.
Die Platanen sollen bleiben
Grünflächen-Experte Steffen Schwendy berichtet von Plänen, den Platz von Hecken einzurahmen. „Die Platanen sollen bleiben“, erklärt er zur Erleichterung vieler Zuhörer. Was die städtische Platzpflege betrifft, beschreibt er die dünne Personaldecke und sagt: „Mehr Pflege kann ich nicht versprechen.“ Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) verspricht, Stellen dafür zu schaffen. Angesichts vieler Leerstände und eines angeblich hohen Bedarfs an Nahversorgung sowie Gastronomie rund um den Heinrich-Lang-Platz will sie Gespräche mit den privaten Immobilien-Besitzern aufnehmen. „Ich hoffe auf entwicklungsbereite Eigentümer“, sagt sie.
Für Forderungen nach mehr Parkraum bringt die OB kein Verständnis auf. In ganz Speyer gebe es auf zu wenig Raum zu viele Autos, gibt sie zu bedenken. „Ziel ist es, Flächen zurückzugewinnen, die heute von Fahrzeugen blockiert werden“, sagt sie. Das gelte auch für Speyer-Nord.
