Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Rettungswache: Baubeginn steht fest

Neuer Standort: Die Rettungswache kann gebaut werden.
Neuer Standort: Die Rettungswache kann gebaut werden.

Das jahrelange Warten auf den Neubau der Speyerer Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes hat bald ein Ende. Wichtige Gutachten sind erstellt, Baubeginn und offizieller Spatenstich terminiert. Die Verantwortlichen wagen eine – wenn auch vorsichtige – Prognose, wann Rettungswagen und Sanitäter einziehen können.

Baubeginn für die neue Rettungswache ist Montag, 18. September, wie Stephan Theis, der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH am Donnerstagabend im Hauptausschuss informierte. „Dann beginnen die Erdarbeiten“, erzählt Theis im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Von der Stadt Speyer habe es bereits eine vorläufige Baugenehmigung gegeben, für die endgültige Genehmigung fehlten noch Statikgutachten und Energienachweis, die nachgereicht worden seien. Architekt des Bauprojekts ist das Zweibrücker Büro Steuber, das derzeit die ersten Leistungsverzeichnisse erstelle und dann veröffentliche. Der offizielle Spatenstich soll wegen Terminab-stimmungen mit allen beteiligten Partnern im Oktober nachgeholt werden.

DRK Vorderpfalz ist Bauherr

Entstehen soll der Neubau in unmittelbarer Nähe zum Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus an der Ecke Paul-Egell- und Rulandstraße. Der jetzige Standort in der Karl-Leiling-Allee „entspricht schon seit Längerem nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen“, wie Theis berichtet. Das DRK Vorderpfalz trage als Bauherr des Vorhabens einen Eigenanteil von 25 Prozent der Kosten, die übrigen 75 Prozent bezuschussten nach Landesrettungsdienstgesetz die Kommunen im Versorgungsbereich anteilig. Das regionale DRK deckt neben Speyer die kreisfreien Städte Frankenthal, Ludwigshafen und Neustadt sowie den Rhein-Pfalz-Kreis und den Landkreis Bad Dürkheim ab.

Besagtes Gesetz war 2019 verändert wurden, wodurch sich der Prozess verzögert hatte und die Stadt Speyer lediglich rund 260.000 Euro der Kosten tragen muss. Bislang seien davon 9000 Euro bezahlt worden, die übrigen Mittel wurden für den Haushalt 2024 angemeldet. Insgesamt sieben Fahrzeuge werden in dem 1020 Quadratmeter großen, zweistöckigen Gebäude Platz finden. Laut Theis sind dies vier Krankentransportwagen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug. „Hinzu kommt eine Waschhalle für Reinigung und Desinfektion der Fahrzeuge“, so der Geschäftsführer.

Bessere Bedingungen

Größter Vorteil des Neubaus ist laut Theis ein „Arbeitsplatz nach aktuellem Stand der Technik. Ebenso werden die Rahmenbedingungen für die Ausbildung von Notfallsanitätern verbessert.“ Da der Neubau ähnlich verkehrstechnisch angebunden sei wie der Standort Karl-Leiling-Allee, ändere sich an der Abdeckung des Rettungsdienstes nichts. Auch die Anzahl der Mitarbeiter bleibe gleich, 36 sind es laut Theis. Allerdings werden aufgrund der tarifvertraglichen Reduzierung der Arbeitszeit „in den nächsten Jahren mehr Köpfe in dem Neubau eingesetzt“.

Ende 2024 oder Anfang 2025 könnte der Bau abgeschlossen sein und Wagen und Mitarbeiter könnten umziehen. „Je nach Wetterlage und Materialverfügbarkeit kann dies allerdings noch variieren“, schränkt der Geschäftsführer ein. Was mit dem alten Standort passiert, kann Theis nicht beantworten, da die Rettungsdienst GmbH dort nur Mieter gewesen sei. Das Gebäude gehört dem Kreisverband Speyer.

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