Speyer Nach Brand auf Rhein-Kreuzfahrtschiff: Polizei äußert sich zur Ursache

Dichter Qualm: Es brennt im Motorraum des Schiffes.
Dichter Qualm: Es brennt im Motorraum des Schiffes.

Es war ein dramatisches Ende einer Kreuzfahrt von Frankfurt nach Basel und ein heikler Einsatz für mehr als 100 Feuerwehrleute: Bei dem Schiffsbrand am 16. Dezember in Speyer waren 150 Passagiere und 42 Besatzungsmitglieder mit viel Glück unverletzt geblieben. Jetzt hat sich die Wasserschutzpolizei auf Anfrage zur Ursache des Unglücks geäußert, das in einem sechsstündigen Einsatz am Anleger am „Alten Hammer“ eingedämmt worden war. „Es handelte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen technischen Defekt“, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Ermittlungen deuteten auf eine Leckage in einem Hydrauliksystem hin, die zu dem verhängnisvollen Brand im Motorraum der erst 2023 gebauten „MS Thurgau Gold“ geführt habe. Die Wasserschutzpolizei sehe keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden und habe ihre Ermittlungen abgeschlossen.

Das 135 Meter lange Unglücksschiff lag zunächst in Speyer vor Anker, befindet sich seit Ende des vergangenen Jahres aber in einer niederländischen Werft. „Dort wird die Schadensursache festgestellt und anschließend mit den Reparaturarbeiten begonnen“, informiert eine Sprecherin der Reederei Thurgau Travel. Zur Schadenshöhe gibt es keine offiziellen Angaben; in Medienberichten war eine halbe Million Euro geschätzt worden.

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