Speyer
Nächste Großimpfaktion steht an
Es wird Sonntag, der 20. Juni. Initiator Gerald Haupt, promovierter und habilitierter Urologe mit Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ) in Speyer, bestätigte den Termin am Dienstag auf Anfrage nach einer internen Planungssitzung. Neben der Polizei seien acht Mitarbeiter der Stadtverwaltung daran beteiligt gewesen. Es gehe darum, die Nachfrage auf sein Impfangebot gegen das Coronavirus in geregelte Bahnen zu lenken. Er engagiere sich dabei, um die Bekämpfung der Pandemie zu beschleunigen, so der auch als Chefarzt im St.-Vincentius-Krankenhaus tätige Haupt. Weitere Gespräche zur Aktion stünden diese Woche an, wichtige Fragen seien aber geklärt.
Da sei zum einen der Impfstoff. 2490 Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson habe er sich über sein MVZ bereits gesichert, sagt Haupt. „Ganz normal bestellt über das Kontingent der niedergelassenen Ärzte“, berichtet der Arzt, der sogar den internationalen Impfstoffmarkt im Blick hat. Möglicherweise könnten bis zum Termin weitere hinzukommen. Durch geschickte Aufteilung seien rund 3000 Impfungen möglich, kündigt er an. Der Impfstoff von Johnson & Johnson muss nur einmal gespritzt werden, um eine hohe Immunisierung zu erreichen. Im Mai wurde Astrazeneca verabreicht.
Geografisch eingegrenzt
Zum Zweiten geht es um den Empfängerkreis. Bei der ersten Auflage am 16. Mai hatte es keine Einschränkung gegeben, sodass Interessenten aus weiten Teilen des Bundesgebiets nach Speyer gefahren waren. Wie beim ersten Mal wird es laut Haupt eine „Drive-Thru-Impfung“, bei der den Impflingen im Auto auf dem Parkplatz von Bö Fashion die Spritze verpasst wird. Diesmal seien jedoch nur Bürger mit Erstwohnsitz in Speyer, Schifferstadt, Böhl-Iggelheim und den Verbandsgemeinden Rheinauen und Römerberg-Dudenhofen impfberechtigt.
„Das wird vor Ort kontrolliert“, kündigt Haupt an. Ebenso müsse als Neuerung vorab ein Termin gebucht werden. Ein Internet-Portal dazu mit Zeitfenstern von je ein oder zwei Stunden werde die Stadtverwaltung Speyer voraussichtlich Anfang kommender Woche freischalten. Die Kooperationspartner kämen wie bei der Premiere unter anderem von den Firmen Bödeker, Edeka Stiegler, die Mediziner vom St.-Vincentius-Krankenhaus. Dutzende Helfer seien zum Sonntagseinsatz bereit.
Anfahrt über K2
Neuerungen werde es bei der Verkehrsregelung geben. Die Zufahrt in die Auestraße werde diesmal über die Kreisstraße 2 (Franz-Kirrmeier-Straße) von Otterstadt her erfolgen, kündigt Haupt an. Auf diese Weise sollten lange Rückstaus im Stadtgebiet vermieden werden. Womöglich werde morgens schon um 7 Uhr offiziell begonnen, aber das kläre sich noch. Haupt erwartet abermals großes Interesse, weil grob überschlagen noch 10.000 Bewohner der abgedeckten Kommunen ohne Impfangebot seien. Es solle mit einer Nachrückerliste gearbeitet werden.
