Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Mehrwegangebotspflicht: Ungeliebt und unsichtbar

Nährwert mit Mehrwert: Viele Gastro-Betriebe müssen neuerdings Kunden darüber informieren, dass sie ihre Gerichte auch in Mehrwe
Nährwert mit Mehrwert: Viele Gastro-Betriebe müssen neuerdings Kunden darüber informieren, dass sie ihre Gerichte auch in Mehrwegverpackungen abgeben.

Das Verpackungsgesetz ist politisch gewollt, wird in der Praxis aber nur halbherzig umgesetzt. Der große Mehrweg-Zuwachs bleibt aus.

Eigentlich ist die Gastro-Branche sofort dabei, wenn es darum geht, Neuigkeiten zu verkünden. Jede halbwegs große Kette hat ja ihre eigene App für das Smartphone, über die entsprechend beworben wird, was das Zeug hält. Nur um die Mehrweg-Verpackungen, die durch die Mehrwegangebotspflicht theoretisch einen neuen Boom erhalten müssten, ist es zumindest in Speyer verdächtig ruhig. Wirtschaftlich attraktiv scheint die derzeitige Situation für Gastronomen wohl auch nicht zu sein, weil es zu viele Mehrweg-Anbieter auf dem Markt gibt. Andererseits: Viele Bürger haben sich damit noch überhaupt nicht auseinandergesetzt. Hängt also keine entsprechende Info in den Schaufenstern oder an den Theken der Imbisse und Restaurants, erhält ein Großteil der Kunden gar nicht die Chance, darüber in Kenntnis gesetzt zu werden. Diese Chance ist nun seit Januar aber gesetzlich verankert. Würden in allen Gastro-Betrieben gut sichtbare Hinweise auf die Mehrwegbehälter hängen, wäre der Effekt sicher auch ein anderer. Weil die Gastro-Branche hier offenbar nur das Mindeste oder gar nichts tut, muss die Stadt handeln. Sonst bleibt Mehrweg in der Domstadt unsichtbar.

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