Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Kommunikation ist der Schlüssel

Freiraum im Neuland: Heute noch Grünfläche, morgen Standort für eine Flüchtlingsunterkunft?
Freiraum im Neuland: Heute noch Grünfläche, morgen Standort für eine Flüchtlingsunterkunft?

Wer sich gegen eine Unterkunft für Flüchtlinge ausspricht, gilt rasch als rechts. Aber Menschen müssen sagen dürfen, was sie umtreibt.

Politik und Verwaltung sind nicht zu beneiden ob der Entscheidungen, die sie wegen der Unterbringung von Geflüchteten fällen müssen. Denn zu gewinnen gibt es nichts, dafür viel zu verlieren. Die Kommune steckt in einem Dilemma: Einerseits muss sie Schutzsuchende angemessen versorgen. Sie muss aber auch die Sorgen ihrer Bürger ernst nehmen, um nicht Rückhalt in der Bevölkerung einzubüßen. Aus gutem Grund werden bei der Grundstückssuche nicht zuerst die Anwohner befragt. Denn dann fände sich wohl nirgends in Speyer ein Gelände für eine so große Flüchtlingsunterkunft. Wer sich nicht in die Tasche lügt, muss zugeben, dass niemand frei ist von Vorbehalten gegenüber dem, was als fremd empfunden wird. Viele Bedenken mögen sich mit guten Argumenten entkräften lassen. Aber dazu muss man erst mal bereit sein, sie anzuhören. Die Stadt ist gut beraten, das jetzt zu tun.

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