Römerberg
Kita Am Tafelsbrunnen: Betriebserlaubnis bis 2027 verlängert
Eigentlich hätte die erste kommunale Kita-Gruppe Römerbergs im Sommer in die im Bau befindliche neue Kita in der Gartenstraße in Berghausen umziehen sollen. Doch daraus wurde nichts, nachdem der Gemeinderat im Oktober mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen hatte, die Trägerschaft der neuen Kita an den Protestantischen Kita-Zweckverband Speyer-Germersheim zu übertragen. Dieser Beschluss war wiederum eine Folge der Entscheidung, eine weitere Kita im Baugebiet W3 in Heiligenstein nicht wie geplant zu bauen, da CDU und SPD angesichts der prognostizierten Kinderzahlen für die Gemeinde die Notwendigkeit anzweifelten. Seitdem steht die Frage im Raum, ob und wie es für die kommunale Kita weitergeht. Denn die Betriebserlaubnis für die Gruppe in dem kleinen Gebäude am Tafelsbrunnen zwischen Berghausen und Speyer war stets befristet.
Wie Bürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) berichtet, hat er bereits im Juni 2025 eine erste Verlängerung der Betriebserlaubnis beantragt, die daraufhin bis zum 31. August 2026 gewährt wurde. „Nach dem vom Rat beschlossenen Trägerwechsel wünschten Eltern, Mitarbeiter und Gemeinderat noch im alten Jahr, dass die Betriebserlaubnis für die Kita Am Tafelsbrunnen über diesen Termin hinaus verlängert wird, damit mehr Planungssicherheit entsteht“, sagt Hoffmann. Das Jugendamt habe dies zugesagt und geraten, einen entsprechenden Online-Antrag im neuen Jahr auszufüllen. „Das Kreisjugendamt wollte sich mit dem Landesjugendamt abstimmen und hat nun einer Verlängerung vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2027 zugestimmt“, berichtet der Bürgermeister.
Langfristige Lösung gesucht
Eine langfristige Lösung für die kommunale Kita ist das noch nicht. Der Ortschef hofft, dass die kommunale Kita das Gebäude der protestantischen Kita Spatzennest in Heiligenstein nutzen kann. Diese soll nämlich in die Gartenstraße umziehen, weil das alte Gebäude ursprünglich als Provisorium gedacht war und die Betriebserlaubnis Ende Juni 2027 ausläuft. Zu einer weiteren Nutzung durch die Ortsgemeinde stehe eine Rückmeldung der verantwortlichen Stellen noch aus, sagt Hoffmann. Wenn es diese gebe, würden auch Eltern und die betroffenen Beschäftigten der Kita Am Tafelsbrunnen informiert. Diese hatten in den vergangenen Monaten immer wieder ihren Unmut darüber kundgetan, dass der geplante Umzug in die Gartenstraße nun doch nicht zustande kommt. Eltern sammelten sogar Unterschriften für den Erhalt der kommunalen Kita.
Die Bauarbeiten an der neuen Kita in der Gartenstraße seien trotz einer Insolvenz des ursprünglich beauftragten Heizungsbauers im Plan. „Der Estrich wurde eingebracht und es findet die Bautrocknung statt“, berichtet Hoffmann. Beim Spatenstich im vergangenen Jahr hatte der Bürgermeister eine Fertigstellung bis Mai ins Auge gefasst, so dass die Kita im Sommer den Betrieb aufnehmen könnte.