Speyer Jung und engagiert

Ziel der jungen Kandidaten: der Speyerer Stadtrat.
Ziel der jungen Kandidaten: der Speyerer Stadtrat.
Christopher Arndt, BGS, 30 Jahre, Gebietsleiter, ledig, Listenplatz 26:

„Ich will mitwirken“, erklärt er seinen Entschluss, sich politisch zu engagieren. Familie und Freunde hätten positiv reagiert. Die Bürgergemeinschaft stehe für viele Themen, mit denen er sich identifizieren könne, sagt Arndt. Für ihn gehören Lärmschutz, Grundwassererhaltung und Verkehrslandeplatz dazu. Arndt ist konsequent: „Wer nicht wählen geht, hat kein Recht, sich über Entscheidungen der verantwortlichen Mandatsträger zu beschweren“, sagt er. „Es ist wichtig, sein Wahlrecht auszuüben, solange man es hat.“ Cora Berger, CDU, 20, Studium Unternehmens-Jura, ledig, Listenplatz 27: Sie möchte ihre Heimatstadt voranbringen. „Das Gesamtbild der Speyerer Christdemokraten stimmt“, betont Berger. „Wir lieben Speyer und wollen unsere schöne Stadt noch besser machen.“ Bereits als Kind sei es ihr immer sehr wichtig gewesen, mitzugestalten und ihre Meinung auszudrücken. Politisch interessiert ist die CDU-Kandidatin seit fünf Jahren. „Meine Eltern und Freunde haben sich gefreut, dass mir diese Chance geboten wird“, sagt sie. Besonders liege ihr die Digitalisierung der Speyerer Schulen am Herzen, sagt Berger. „Freie Wahlen sind ein Privileg“, betont sie. „Jede Stimme zählt.“ David Fuchs, Grüne, 21, Studium Arabistik und Geschichte, ledig, Listenplatz 24: „Ich kandidiere, weil ich mit den Grünen die beste Möglichkeit sehe, meine Heimatstadt positiv zu gestalten.“ Damit beschreibt der jüngste Kandidat der Grünen seinen Entschluss, sich parteipolitisch zu engagieren. 2017 sei er in die Partei eingetreten. Am meisten hätten sich seine Großeltern darüber gefreut, berichtet er. „Ich möchte dazu beitragen, dass Speyer im Einklang mit Umwelt- und Sozialpolitik zukunftsfähig wird.“ Öffentlicher Nahverkehr liege ihm ebenso am Herzen wie fahrradfreundliche Straßen. „Ich bin für einen Bahnhof in Speyer Süd und kostenlosen Busverkehr innerhalb der Stadt“, weist der Grünen-Kandidat auf seine kommunalpolitischen Ziele hin. „Alle Speyerer sollten ihr Wahlrecht wahrnehmen“, appelliert Fuchs. „Wählen ist die einfachste Möglichkeit für politische Mitwirkung.“ Benjamin Haupt, AfD, 38, leitender Angestellter, liiert, Listenplatz 1: „Mir war schnell klar, nur etwas mit einer neuen und aufstrebenden Kraft gestalten und bewegen zu können“, erklärt er seine Hinwendung zur Alternative für Deutschland im Jahr 2013. „Ich wollte etwas für all jene zum Positiven verändern, die niemanden haben, der sich in Treu und Ehr um sie kümmert bis zum letzten Atemzug“, sagt Haupt. „In meiner Familie war man sehr überrascht, aber da man mich ja kennt, war klar, mich nicht davon abbringen zu können.“ Haupt will den Speyerern in der kommenden Legislaturperiode ein „aufrichtiges politisches Angebot“ machen. „Die Bürger unserer noch schönen Stadt sollten wählen, weil es wichtig ist, Demokratie zu leben und unsere Heimatstadt zu gestalten“, sagt er. Viktor Hense, SWG, 28, Veranstaltungskaufmann, ledig, Listenplatz 29: Für ihn ist ausschlaggebend, dass sich die Speyerer Wählergruppe „ideologiefrei, unabhängig und bürgernah ausschließlich um die Anliegen der Speyerer und ihre Bedürfnisse kümmert.“ Familie und Freunde befürworteten seinen kommunalpolitischen Einsatz, sagt Hense. Ein alteingesessener Speyerer habe ihn zur SWG gebracht, der er 2014 beigetreten sei. „Alles sollte wie ein Fluss zusammenfließen, von der Wohnentwicklung bis zur Mobilität, den Chancen und Stadtteilen“, so der Anspruch des SWG-Kandidaten an die Stadtentwicklung. „Alles hängt zusammen und bringt Folgen mit sich – positive und negative“, ist er überzeugt. „Jeder Bürger kann mit seiner Stimme etwas verändern“, wirbt Hense für den Urnengang am kommenden Sonntag. Nicholas Herbin, SPD, 19, Bundesfreiwilligendienst-Leistender, ledig, Listenplatz 25: Er will die Werte und Ideale der Sozialdemokratie im Stadtrat vertreten und eine starke Stimme für die Jugend der Stadt sein. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler sei sein politisches Vorbild, sagt Herbin. „Ich bin in der glücklichen Position, mir der vollsten Unterstützung meines Elternhauses und meines Freundeskreises sicher zu sein“, beschreibt er sein Umfeld. „Jedem wahlberechtigten Speyerer sollte bewusst sein, dass es ein Privileg der Demokratie ist, seine Stimme abgeben zu dürfen“, ruft der Kandidat zur Wahl „für demokratische Politik“ auf. Vanessa Schmidt, Linke, 33, Unternehmerin, liiert, Listenplatz 9: „Die Linke steht für all meine Herzensangelegenheiten – Frieden, Demokratie und Freiheit“, erklärt sie ihr Engagement seit 2013 für die Partei. Familie und Freunde hätten positiv auf ihre Kandidatur reagiert, berichtet Schmidt. „Warum auch nicht? Ich habe eine gute und herzliche Erziehung genossen, die mich gelehrt hat, ohne Vorurteile durch die Welt zu gehen und Rassismus dort keinen Platz zu erlauben.“ Schon zuvor habe sie in etlichen Projekten mitgewirkt, beispielsweise sei sie ehrenamtlich als Friseurin tätig gewesen. Schmidt will sich im Stadtrat für bezahlbaren Wohnraum einsetzen und „Hetze in jeder Form Einhalt gebieten“. Sie möchte den Nachwuchs sensibilisieren und politisch stärken. „Nicht wählen ist auch keine Lösung“, wirbt sie für den Urnengang. „Nur wer wählen geht, erwirkt ein Mitspracherecht.“ Marius Weiler, FDP, 20, Freiwilliges Soziales Jahr, ledig, Listenplatz 3: „Ich möchte mitdenken, mitreden und mitentscheiden“, erklärt er seine Kandidatur. Der Stadtrat sei für ihn die beste Möglichkeit, sich mit seinen liberalen Ansichten zu positionieren, sagt Weiler. Im Stadtrat will er Digitalisierung vorantreiben und sich für „Umweltpolitik mit Verstand statt Ideologie“ engagieren. Vor drei Jahren habe er die Wahlprogramme verglichen, berichtet er von seinem aktiven politischem Interesse. „Danach kam für mich nur die FDP in Frage.“ Familie und Freunde wären seiner Kandidatur zunächst mit Skepsis begegnet, sagt er. „Mittlerweile freuen sie sich und unterstützen mich.“ Wie wichtig es sei, dass Bürger ihr Wahlrecht ausübten, zeige die Brexit-Abstimmung in Großbritannien, sagt der FDP-Kandidat. „Wer nicht wählen geht, macht auch diejenigen stärker, die rechtsextreme, rassistische und populistische Ansichten vertreten.“

x