Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Hilfe am Festplatz: Was die Soziale Anlaufstelle leistet

Ehrenamtlerinnen der SAS: Melanie Hoffmann und Andrea Wiedemann.
Ehrenamtlerinnen der SAS: Melanie Hoffmann und Andrea Wiedemann.

Der Blick im „Adventskalender der guten Taten“ richtet sich heute auf die Soziale Anlaufstelle am Speyerer Festplatz. Sie bietet Menschen Hilfe in verschiedener Hinsicht.

Im großen Kochtopf blubbert es schon. Es gibt Tortellini mit Käse-Sahne-Soße am Festplatz. Vor dem kleinen Gebäude sitzen in einem offenen Zelt einige Gäste, spielen Brettspiele, unterhalten sich über Gott und die Welt und warten aufs Essen. Ein Heizstrahler sorgt für Wärme. „Um 17 Uhr ist es fertig“, sagt Melanie Hoffmann und rührt im Kochtopf herum. Sie ist seit Gründung 2020 Teil der Sozialen Anlaufstelle (SAS) und eine von vier Ehrenamtlern im Team.

Mitte 2024 hat der Arbeiter-Samariter-Bund die Trägerschaft übernommen. Die Speyerer Vorsitzende Andrea Wiedemann kocht gerade frischen Kaffee auf. Sie wird hier von allen Besuchern nur „Mutter“ genannt, erzählen die Ehrenamtler. So habe sie ihr Sohn Andreas, der das Projekt koordiniert vorgestellt. Das habe sich dann etabliert. In erster Linie richte sich die das Angebot der Einrichtung an Obdachlose, erzählt Andrea Wiedemann.

Aber wer sonst Hilfe braucht, der bekomme sie hier auch. An drei Tagen in der Woche ist bei Kaffee und Kuchen geöffnet: dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr, sonntags gibt es Frühstück. „Das wird sehr gut angenommen“, sagen die Ehrenamtlerinnen. Das Hilfsangebot reicht noch weiter: Es gibt Beratung und Unterstützung bei Anträgen. Besucher können duschen oder Kleidung waschen. Gerade hat ein Mann davon Gebrauch gemacht. Er bedankt sich, umarmt Hoffmann und zieht seiner Wege.

30 bis 40 Besucher zählt die SAS in der Regel. Einige davon kommen immer wieder, andere sind auf der Durchreise oder schauen nur gelegentlich vorbei. Ehrenamtlerin Hoffmann weiß, wie der Umgang mit ihnen klappt. „Wir haben immer ein offenes Ohr“, sagt sie.

Ehrenamtler, die helfen, würden immer gerngesehen. Wiedemann ist seit 1999 Vorsitzende des ASB und habe sich inzwischen aus dem aktiven Sanitätsdienst zurückgezogen. Mit der ehrenamtlichen Arbeit habe sie aber trotzdem weitermachen wollen und unterstützt in der SAS. Aber auch mit Spenden könne der Einrichtung geholfen werden. Gerade in der Vorweihnachtszeit kämen zudem immer wieder Menschen mit Kleider- oder Lebensmittelspenden vorbei. Wenn die Gäste wie schon mehrfach zum Essen eingeladen werden, sei das etwas ganz Besonderes.

Spendenkonto

Kontakt für ehrenamtlich Interessierte: sas@asb-speyer.de
Spenden an: Stadt Speyer
IBAN: DE20 545 500 100 000 001 586
Verwendungszweck: VGK 3794007 / Spende SAS

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