Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Gedenken am Straßenrand nicht nur mit Ostersymbol

Nach tödlichem Unglück: Gedenkstätte in der Abfahrt B39/B9 kurz vor dem Speyerer Stadteingang.
Nach tödlichem Unglück: Gedenkstätte in der Abfahrt B39/B9 kurz vor dem Speyerer Stadteingang.

Für die Christen ist das Kreuz das Symbol des Osterfestes. Jesus ist am Kreuz gestorben – was der Ausgangspunkt zur Auferstehung war. Möglicherweise nicht immer tief theologisch begründet, sondern eher als Ehrerbietung für Unfallopfer und als Ausdruck der Trauer gedacht sind Kreuze und andere Gedenkstätten an Straßenrändern. Sie fallen auch in und um Speyer auf. Als vor einigen Monaten in der Abfahrt von der B39 auf die B9 zwischen Dudenhofen und Speyer das langjährige Kreuz in der Kurve fehlte, gab es einige Verwunderung.

Inzwischen ist die Gedenkstätte, die ein Dudenhofener für seinen 2014 bei einem Motorradunfall verunglückten Bruder errichtet hat, in neuer, schönerer Form zurück – und zwar als Holzherz statt als Kreuz (Bild). Hier wie andernorts gedenken Angehörige auch Jahre nach dem Unfall immer wieder mit frischen Blumen der Opfer. Die Straßenverkehrsbehörden respektieren das, wie Martin Schafft, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Speyer, versichert: „Wir lassen solche Kreuze stehen, sofern sie keine Gefährdung oder Behinderung des Verkehrs darstellen und solange erkennbar ist, dass sich jemand darum kümmert.“

Im Bereich der Straßenmeisterei Speyer seien dem LBM elf Kreuze an verschiedenen Standorten bekannt. Dazu können weitere an Straßen kommen, für die allein die Kommunen zuständig sind. In besonders trauriger Erinnerung sind die tödlichen Unfälle zweier junger Zweiradfahrer 2024 im Bereich des Flugplatzes. An die Opfer wird mit Gedenkstätten am Rand der Stockholmer Straße und der Industriestraße erinnert.

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