Speyer Güterzugtrasse: Stadt holt sich Unterstützung
Die Deutsche Bahn sucht weiterhin nach einer optimalen Trasse für eine neue, zweigleisige Güterzugstrecke zwischen Mannheim und Karlsruhe. Seit dem Sommer hat sich der Kandidatenkreis möglicher Strecken von 50 auf 20 reduziert. Weil Speyer von einer möglichen finalen Variante betroffen sein könnte, hat sich die Verwaltung Hilfe geholt – auch um die Interessen der Stadt zu wahren.
Wie die Verwaltung in einer Mitteilung ankündigt, hat die Stadt Speyer ein „interdisziplinär aufgestelltes“ Ingenieurbüro für Raum- und Umweltplanung sowie eine „erfahrene“ Rechtsanwaltskanzlei ins Boot geholt. Büro und Kanzlei seien beauftragt, die Belange der Stadt für die „informellen und formellen Planungsstufen“ zu erarbeiten und zu vertreten. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass die Bahn sowohl nach links- als auch nach rechtsrheinischen Trassenalternativen Ausschau hält. Die Stadt erwartet „eine hohe Betroffenheit der linksrheinischen Kommunen entlang des Rheins“.
Von 20 übrig gebliebenen Linienvarianten verlaufen laut Stadtverwaltung lediglich vier Strecken linksrheinisch oder berühren beide Rheinseiten. Alle vier Optionen betreffen demnach das Gemeindegebiet Speyer. Allerdings sehe die Bahn, ohne bisher eine Vorzugsvariante zu haben, die linksrheinischen Trassen positiv, weil in diesen Szenarien Siedlungsbereiche und Naturschutzgebiete weniger betroffen seien und ein teilweise geradlinigerer Streckenverlauf möglich sei. Die Bahn plant die neue Güterzugtrasse, um Engpässe beseitigen zu können. Das Thema wird für die Verwaltung auch im Bauausschuss am Dienstag, 18. Oktober (17 Uhr, Stadtratssitzungssaal), eine Rolle spielen.
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