Fussball
FV Dudenhofen plant schon ersten Spatenstich für neues Vereinsheim
Die Bagger können rollen. Christian Schultz, Vorsitzender des FV Dudenhofen ist sich derart sicher, den Bau des neuen Vereinsheims an der östlichen Seite des Rasens Richtung Ausgang nun umzusetzen, dass er eine außerordentliche Mitgliederversammlung für Freitag, 27. März (19 Uhr), ansetzte.
Das ist das Ergebnis einer Vorstandssitzung vom Dienstag, als sich die Vereinsführung mit einem klaren 8:0-Sieg für den Neubau aussprach. Nun liegt es an den FVD-Angehörigen, sich dem anzuschließen oder eben nicht. Zuvor stellen Vereinschef Schultz und Architekt Norbert Hook das entgegen der ursprünglichen Überlegungen fast unveränderte Projekt samt Finanzierung mit minimalen Änderungen und Realisierung noch mal vor, beantworten Fragen. In einer ersten Baubeschreibung tauchten Kosten von gut 1,1 Millionen Euro auf.
Demokrat Schultz
Dann gilt die einfache Mehrheit: „Wir sind in einer Demokratie.“ Worst Case sei eine Ablehnung: „Dann hätten wir monatelang und jahrelang umsonst viel Arbeit reingesteckt. Wir sind aber sehr gut vorbereitet. Das finanzielle Risiko hält sich in Grenzen. Wir bauen ja keinen Palast.“ Er sei guten Mutes, am besten ein einstimmiges Ja-Wort zu erhalten. Der FVD wolle seinen Kindern und Jugendlichen eine Zukunft geben.
Aufgrund der Transparenz lädt der Klub zu dem Abend ein: „Ich wollte ja nicht irgendetwas erzählen, was ich dann nicht halten kann. Jetzt haben wir Fakten.“ Wegen der Satzung sei er dazu nicht verpflichtet: „Das gibt sie nicht her. Wie bei vielen Vereinen ist sie ein paar Jahrzehnte alt.“ Über Amtsblatt, Social Media und unsere Zeitung erfolge nun angesichts 600 Mitgliedern die Einladung, nicht persönlich und ohne weitere Infos.
Ausschuss tagt
Bis dahin betreibt Schultz weiter Aufklärungsarbeit, vor allem im Ausschuss mit allen Abteilungen am Donnerstag: „Es gibt eine ausführliche Information, aber keine Abstimmung. Es wurde in mehreren Fällen bestätigt, dass alle hinter dem Projekt stehen.“ Er hofft, dass die Verantwortlichen dies dann auch so weitergeben. Anlass zur Vorgehensweise liefert ein Ende Januar eingegangenes Schreiben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) über die Gewährung von Zuschüssen.
Der Vorsitzende betont: „Es ist ein Vorbescheid. Aber jetzt sind weitere Schritte möglich. Es wurden Unterlagen angefordert für den endgültigen Bescheid. Das ist wichtig für die Planung. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“ Dabei gehe es um die finale Finanzierung, Freistellungsbescheide, Gemeinnützigkeit.
Dudenhofen zufrieden
„Wir sind nicht unzufrieden über den Zuschuss“, teilte Schultz über die Gelder aus dem Goldenen Plan mit: „Wir hatten schon die Hoffnung auf etwas mehr. Aber es läuft nicht immer so im Leben, wie man will.“ Seit knapp drei Jahren beschäftigen sich die Spargeldörfler schon mit ihrer Idee: „Wir wissen, dass die Bürokratie in Deutschland nicht so einfach ist“, sieht sich Schultz aber dennoch im Zeitplan: „Es hängt mit den öffentlichen Stellen zusammen. Eine Baugenehmigung haben wir ja schon seit 2024.“
Es gehe um die Förderung von Gemeinde, Kreis und Land. „In der Ortsgemeinde haben uns alle Gremien sehr stark unterstützt, parteiübergreifend.“ Auch über die Unterstützung des Kreises drückte er seine Freude aus. Nun erhofft sich Schultz den Eingang des endgültigen Bescheids im Frühjahr, und den ersten Spatenstich im Sommer, ansonsten in der Winterpause. „Unter einem Jahr geht nie etwas“, beschrieb der Fachmann die Bauzeit: „Ein Jahr ist auch unrealistisch.“
Er veranschlagt eineinhalb bis zwei Jahre, da der FVD zu 30 Prozent Eigenleistung seiner vielen Ehrenamtlichen verpflichtet sei. Auch die turnusgemäße Generalversammlung ohne Neuwahlen setzten die Spargeldörfler unterdessen an: Freitag, 24. April (19 Uhr, altes Sportheim), unter anderem mit Anpassung der Mitgliederbeiträge als Tagesordnungspunkt.
