Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Frühstück unter Palmen: Kitchen-Bar Cozy eröffnet im Industriehof

Sandra und Volker Hess: Sie wollen mit Frühstück und Design ganz im Ibiza-Boho-Stil punkten.
Sandra und Volker Hess: Sie wollen mit Frühstück und Design ganz im Ibiza-Boho-Stil punkten.

Ein Ibiza-Kurzurlaub in der Pfalz – das verspricht die neue Café-Kitchen-Bar Cozy im Industriehof Speyer. Was die Gäste hier erwartet und was von den Vorgängern geblieben ist, haben Betreiber Volker Hess und seine Frau Sandra kurz vor der Eröffnung verraten.

Steinwände, Baststühle und geflochtene Wanddekorationen: Wer das Cozy betritt, fühlt sich direkt auf eine Balearen-Insel in eine Strandbar versetzt. Das soll auch so sein. „Wir wollen, dass unsere Gäste reinkommen und sich direkt wohlfühlen“, sagt Volker Hess, der Chef des Cozy. Hess ist kein Unbekannter im Industriehof. Seit Oktober 2020 betreibt der 55-Jährige erfolgreich die Box45 Ginbar direkt nebenan. Das Cozy, das am Samstag offiziell Eröffnung feiert, ist für den Gastronom und Spirituosen-Kenner eine neue Herausforderung, auf die er sich jetzt besonders freut. „Meine Familie und ich sind selbst Fans dieses Boho-Ibiza-Stils – jetzt dürfen wir das selbst umsetzen.“

Der Name soll die Atmosphäre kurz und knapp beschreiben: Das englische Wort „cozy“ bedeutet übersetzt gemütlich. „Eine Umarmung für die Seele“, ergänzt Ehefrau Sandra Hess und lacht. Das Konzept des Cozy zielt aber weniger auf Körperkontakt und mehr auf kulinarische Vielfalt ab. Von Donnerstag bis Sonntag gibt es von 9.30 bis 13 Uhr ein ausgefallenes Frühstücksangebot mit belegten Broten und Pancakes sowie Kaffeespezialitäten. Abends wird das Lokal dann von 18 Uhr bis 23 Uhr zur Weinbar mit Speisen wie Flammkuchen und Fingerfood. „Wer will, bekommt sein Frühstück oder seinen Wein bei uns direkt unter Palmen, wie im Urlaub“, sagt Hess. Der Palmengarten vor der Gaststätte sei bereits bei Kunden der Gin-Bar sehr beliebt. Jeden Mittwoch gibt es dort ab Sommer auch wieder After-Work-Partys mit Musik.

Gin- trifft auf Weinbar

Dass beide Gastronomien nebeneinander liegen, ist kein Zufall, wie Hess verrät: „Als wir gehört haben, dass unser Nachbar aufhört, wollten wir die Chance nutzen und beide Läden miteinander verbinden.“ Im Herbst soll deshalb auch ein Durchbruch im Obergeschoss zwischen den beiden Boxen gemacht werden. Das werde aktuell von der Stadtverwaltung geprüft. Im oberen Bereich des Cozy sollen Gäste in Zukunft nicht nur die Möglichkeit haben, zwischen beiden Locations hin und her zu wechseln – Es gibt auch einen eigenen, abgeschlossenen Bereich, den man für private Anlässe mieten kann.

Hess hat aber nicht nur die Räume des ehemaligen Concept-Stores Mala übernommen. Auch andere Kleinigkeiten dürften den Gästen bekannt vorkommen. So gibt es auch im neuen Cozy einige Dekoartikel und Möbelstücke zu kaufen. „Außerdem haben wir die beliebten Zimtschnecken und das Bananenbrot auf der Karte gelassen, um an das Mala zu erinnern“, berichtet der Cozy-Betreiber, der die Kitchen-Bar zusammen mit seiner Frau und einigen Mitarbeitern in nur zwei Wochen für die Eröffnung am Samstag, 9 Uhr, vorbereitet hat.

Eigentlich sei dafür auch alles fertig. Viele Gäste hätten sich bereits angekündigt und einen Tisch reserviert. Übrigens ein Muss im Cozy: „Ohne Reservierung wird es bei uns schwierig. Wir bedienen zwar auch Laufkundschaft, wer sitzen will, sollte sich trotzdem vorher anmelden“, erklärt Hess. Was aber noch fehle, seien ein paar Mitarbeiter. „Wir suchen tatsächlich noch Verstärkung für unser Team im Service und in der Küche“, sagt die 45-jährige Sandra Hess.

Deshalb hat Mala aufgehört

Aus dem Industriehof verabschiedet hat sich der Cozy-Vorgänger Mala – The Concept Store. Die Betreiber Marvin Sprengling und La Keisha Carroll haben im vergangenen Jahr ihr Angebot in der Box 45/2 auf Wunsch der Kunden hin stärker Richtung Gastronomie mit Frühstücks- und Brunchangebot ausgerichtet. Nach längeren Betriebsferien über Neujahr blieb das Geschäft dann aber geschlossen. „Wir sind der Nachfrage gerne nachgekommen und waren auch sehr glücklich mit dem Feedback unserer Kunden, aber wir hatten nie geplant, so tief in die Gastronomie einzusteigen“, berichtet Sprengling.

Das Mala-Konzept – eröffnet wurde das Geschäft Ende 2020 – sah eine Kombination aus nachhaltiger Mode, Dekoration sowie einem kleinen Snack- und Kaffeeangebot während des Shoppings vor. Angedacht sei auch ein eigenes Modelabel gewesen. „Je mehr wir uns aber von unserem ursprünglichen Konzept entfernt haben, ist uns in den letzten Monaten bewusst geworden, dass wir uns in Zukunft nicht in der Gastronomie sehen, auch wenn uns einzelne Bereiche, wie die Bar und Kaffeezubereitung, große Freude bereitet haben“, berichtet Sprengling.

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