Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Erdöl-Förderung in Speyer ist 2020 gestiegen

Mit etwas Schnee: Betriebsplatz an der Siemensstraße.
Mit etwas Schnee: Betriebsplatz an der Siemensstraße.

Die Erdöl-Fördermenge auf den beiden Speyerer Betriebsplätzen hat sich 2020 im Vergleich zu den Vorjahren erhöht. Laut der zuständigen Firma Neptune Energy waren es 152.000 Tonnen Rohöl. Für das zweite Halbjahr 2021 ist eine neue, neunte Bohrung geplant.

Die 152.000 Tonnen lagen über den Werten der drei Vorjahre – 134.000 (2019), 130.000 (2018) und 107.000 Tonnen (2017). Zwischen 2012 und 2016 war es jeweils mehr gewesen. Neptune-Sprecherin Sandra Arndt führt den Aufwärtstrend auf Anfrage „vor allem auf die in den letzten Jahren abgeteuften Bohrungen sowie auf den Einbau produktionsunterstützender Tauchkreiselpumpen“ zurück. Um das Produktionsniveau stabil zu halten, stehe 2021 auf dem Betriebsplatz 1 in der Siemensstraße die schon länger geplante Bohrung „Römerberg 6“ an.

Die abweichenden Mengen hätten nichts mit bewusster Regulierung etwa wegen schwankender Ölpreise zu tun, betont die Sprecherin: „Niedrigere Förderraten sind im Regelfall auf Wartungsarbeiten zurückzuführen.“ Der zweite Betriebsplatz mit drei Bohrungen liegt an der Franz-Kirrmeier-Straße.

Revisionsarbeiten stehen an

Neptune Energy und Konsortialpartner Palatina Geocon fördern im Norden von Speyer seit 2008 Erdöl. Bis zu 500 Tonnen pro Tag sind zulässig, für die beabsichtigte Erweiterung läuft ein Genehmigungsverfahren beim Landesamt für Geologie und Bergbau. Wann dazu eine Entscheidung fallen könnte, prognostiziert Arndt auf Anfrage nicht. Klar sei, dass das Konsortium 2021 auch notwendige Revisionsarbeiten an seinen Aufbereitungsanlagen sowie Wartungen an den bestehenden Bohrungen angehen werde.

Wie berichtet, werden auch Bohrungen zwischen Harthausen und Schwegenheim sowie bei Otterstadt vorbereitet. Für das umstrittene Otterstadter Projekt steht die Genehmigung aber noch aus.

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