Speyer Eger soll Katze nun aus dem Sack lassen
„Die Akzeptanz ist groß. Aber jetzt muss bald mal die Katze aus dem Sack.“ So hat gestern Hotelier Stefan Walch, Vorsitzender des Hotel- und Gaststätten-Verbandes (Dehoga) Speyer, seine Position formuliert – zur freiwilligen Fremdenverkehrsabgabe, wie sie Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) in der Domstadt plant.
Wie mehrfach berichtet, hat Eger zuletzt bei der Tischrunde der Industrie- und Handelskammer im Mai seine Idee vorgetragen und persönliche Gespräche mit spendenwilligen Partnern angekündigt. Wie damals gesagt, schwebt dem Stadtoberhaupt der Betrag von „mindestens 100.000 Euro“ im Jahr vor. Der Betrag soll verwendet werden für die Förderung des Tourismus. „Ich glaube, die Bereitschaft zum Mitmachen ist inzwischen groß in der Stadt“, sagte Walch gestern. Für die Hotellerie wisse er das genau. Für die Gastronomie sei das nach seinem Wissen ähnlich. „Alle wissen, dass jeder dazu etwas dazu beitragen muss, damit wir gemeinsam vorankommen“, pflichtete ihm Felicitas Brendel, Sprecherin der Großaquariums Sealife, bei. Auch ihr Haus werde sich beteiligen, am liebsten projektbezogen. Denn als Tourismus-Leute haben beide schon Bedürfnisse: „Grundsätzlich gilt, das muss ein Geben und Nehmen sein“, betonte Walch. Gemeinsame Messeauftritte und eine neue Beschilderung, die alle Besuchergruppen erfasse, seien nur zwei wichtige Wünsche. Wichtig sei nun vor allem, dass Eger darlege, wie die Ausgestaltung des Beitrags aussehe, nach welchem Schlüssel – „realistisch und vertretbar“ die Betriebe geben könnten, wie der Betrag nach welchen Regeln wofür verwenden solle, wer darüber entscheidet? In der Landeshauptstadt Mainz und in Nürnberg gebe es bereits ein solches Modell der Finanzierung. Nach seiner Information habe Eger die Gespräche mit freiwilligen Gebern abgeschlossen. 2018 soll nach seine Informationen erstmals mit dem Geldbetrag zu kalkulieren sein. Dann präsentiert Walch noch einen Vorschlag: einen Ideenwettbewerb in der Bevölkerung, wie die Stadt auf sich aufmerksam machen könnte. Könnte durchaus auch aus dem Beitrag bezahlt werden.