Zur Sache Der Sachstand bei St. Ludwig

Investorin in ihrer Kirche: Doris Grethen.
Investorin in ihrer Kirche: Doris Grethen.

2020 hat die Speyerer Privatfrau Doris Grethen die entweihte und leerstehende Ludwigskirche mit ältesten Bauteilen aus dem 13. Jahrhundert erworben. Sie würde gerne „Kunst, Kulinarik und Kultur“ ansiedeln, hat aber ein gutes Jahr nach ihrem Bauantrag für erste Maßnahmen am Nebengebäude nach eigenen Aussagen noch keine Genehmigung erhalten. „Ich warte auf die Reaktion der Stadt“, sagt die Investorin, die mit ihrer Gastronomie-Idee in der Öffentlichkeit nicht nur auf Gegenliebe gestoßen ist. Sie sei aber nicht auf das eine Konzept festgelegt, betont Grethen: Auch die schon ältere Idee einer Urnengrabstätte, für die sich unter anderem Speyers künftiger Ehrenbürger Peter Eichhorn ausspricht, könnte sie sich erwärmen: „Ich halte diese Idee für gut“, so Grethen auf Anfrage. Urnenstelen im Außenbereich, ein Kulturraum in der Kirche und Platz für Beisetzungsfeiern im Nebengebäude würden ihr gefallen: „Die Toten wären dann sozusagen bei den Lebenden.“ Hierfür müsste die Stadt das Friedhofsrecht in Kraft setzen, sagt sie.

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