Meinung Der Neue sollte auch mal etwas ändern
Mit zunächst Hanspeter Brohm und bis Ende Februar Monika Kabs haben zwei frühere Lehrer aus der CDU drei Jahrzehnte Speyerer Schul-, Sozial- und Kulturpolitik verantwortet. Jetzt ist mit Alexander Schubert ein Nachfolger ins Bürgermeisteramt gekommen, der zwar seit recht kurzer Zeit auch der CDU angehört, aber einen anderen beruflichen Werdegang mitbringt. Welche neuen Impulse wird der frühere Direktor des Historischen Museums in sein so großes wie wichtiges Dezernat einbringen?
Tatsächlich handelt es sich um ein von Kabs wie Brohm bestens bestelltes Feld. Speyers Schulen sind gut und vielfältig, das Kulturleben ist reicher als anderswo, der Sozialbereich trotz der großen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) im Stadtbereich keine Dauerbaustelle. Wo und wie für frischen Wind sorgen, ohne positive Errungenschaften zu gefährden? Wie im Stadtvorstand eigene Akzente setzen? Schubert dürfte die Möglichkeiten dafür haben. Wichtig ist, dass er sich traut, auch mal etwas zu ändern, wenn er von der Idee überzeugt ist.
