Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel „Das ist wie eine Familie“

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Eine, die den Abschied von Viktor und Rosalia Kolschek als Vogelhaus-Pächter besonders bedauert, ist Elisabeth Walter aus Speyer. Für die 74-Jährige ist das Vogelhaus in den vergangenen acht Jahren zu einem wichtigen Ort in ihrem Leben geworden, weshalb es ihr ein Bedürfnis ist, den Kolscheks Danke zu sagen. Mit ihrem Mann sei sie immer mal wieder bei Radausflügen im Vogelhaus eingekehrt. Mit der Zeit seien Freundschaften mit anderen Stammgästen entstanden, die immer enger wurden.

Ein Kreis von rund 60, 70 Personen habe sich so in der Schwegenheimer Gaststätte immer wieder in verschiedenen Konstellationen getroffen. Aus Dudenhofen und Lingenfeld, aber auch aus Plankstadt, Philippsburg oder Karlsruhe seien Leute dabei gewesen. Dabei ist auch durchaus mal kontrovers diskutiert worden – über Politik zu Beispiel. „Aber am Schluss hat man einen Schoppen zusammen getrunken und alles war wieder gut“, sagt Walter. „Wir sind auch schon zusammen in Urlaub gefahren und haben zum Beispiel eine Busrundfahrt in Kroatien gemacht“, berichtet sie. „Das ist wie eine Familie.“ Und als die Tochter eines Freundeskreis-Mitglieds Hochzeit feierte, da hätten die anderen Kuchen gebacken und als Bedienungen ausgeholfen.

„Das Essen war immer gleich gut. Das Rumpsteak war bekannt“, erklärt Walter, was sie am Vogelhaus geschätzt hat. Und Wirt Viktor Kolschek habe immer gleich gewusst, was die Stammgäste trinken wollen. „Vor allem die Schorle war so gut“, schwärmt sie. Mit Beginn der Pandemie war es dann aus mit den Treffen im Vogelhaus. Doch der Kontakt ist geblieben. „Wir rufen uns dauernd an. Morgens ist das eine richtige Konferenz“, erzählt die Speyererin. Dass der große Abschied von Viktor Kolschek ins Wasser fällt, findet Walter außerordentlich bedauerlich. „Wir sind traurig. Wir wollten eine große Feier machen mit Musik“, sagt sie.

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