Schifferstadt / Speyer
CDU wirft Patrick Kunz „taktische Spielchen“ vor
„Für Wählerinnen und Wähler entsteht ein widersprüchliches Bild: Sollen sie ihre Stimme für einen Landtagskandidaten abgeben, der im Erfolgsfall sein Mandat möglicherweise gar nicht wahrnimmt, sondern stattdessen ein anderes Amt anstrebt? Diese Verknüpfung sendet ein problematisches Signal und untergräbt das Vertrauen in die Ernsthaftigkeit der Kandidatur“, teilt Laura Ehm, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Schifferstadt, mit.
Kunz hatte gegenüber der RHEINPFALZ gesagt, dass er nächstes Jahr bei der Bürgermeisterwahl in seiner Heimatstadt antreten würde, wenn ihm am Sonntag bei der Landtagswahl mehr als 20 Prozent der Schifferstadter ihre Erststimme geben. Der Freie Wähler, der seit fünf Jahren im Landtag sitzt, bewirbt sich um das Direktmandat im Wahlkreis Speyer, zu dem Speyer, Schifferstadt und die VG Römerberg-Dudenhofen gehören. Die CDU-Chefin kommentiert Kunz’ Äußerung mit den Worten: „Es entsteht der Eindruck, dass hier ein persönliches Karriereziel an das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger gekoppelt wird.“ Ihrer Ansicht nach sind demokratische Wahlen kein „strategisches Experimentierfeld“. Wählerinnen und Wähler hätten ein Recht darauf zu wissen, wofür eine Stimme konkret steht: für eine verlässliche parlamentarische Arbeit im Landtag oder für eine perspektivische Bewerbung um ein kommunales Spitzenamt.