Speyer
CDU über OB-Kandidatur: „Konstruktive Gespräche“
Gegenkandidaturen für Seiler angekündigt haben die CDU und die AfD. Namen dazu gibt es rund ein Dreivierteljahr vor dem Termin am 6. September 2026 noch nicht. Die AfD war für eine Anfrage dazu nicht erreichbar, die CDU gibt sich weiterhin vage: Hatte die Speyerer Kreisvorsitzende Sylvia Holzhäuser im August Gespräche mit potenziellen Kandidaten „nach der Sommerpause“ angekündigt und später gehofft, im Dezember eine Lösung präsentieren zu können, gibt es bis dato kein Ergebnis. „Wir stehen mit relevanten Personen in konstruktiven und verantwortungsvollen Gesprächen für die OB-Kandidatur“, teilt Holzhäuser mit. Nach RHEINPFALZ-Informationen hat sie schon Absagen von mehreren Angesprochenen quittiert.
Der FDP-Kreisverband schließt nicht aus, einen eigenen Kandidaten zu stellen. Klar ist schon länger, dass Fraktionsvorsitzender Mike Oehlmann (48) dazu bereit wäre. Er berichtet auf Anfrage, zuletzt auf eine Entscheidung bei der CDU gewartet zu haben. Seiner Partei gehe es um einen Politikwechsel in Speyer, aber nicht darum, „sich gegenseitig das Wasser abzugraben“. Deshalb wäre man bereit gewesen, die Unterstützung eines geeigneten CDU-Kandidaten zu prüfen. Inzwischen sei die Zeit aber so weit fortgeschritten, dass er wohl noch im Dezember, nach der Haushaltsdebatte kommenden Donnerstag im Stadtrat, seinen Hut in den Ring werfen werde.
Bei den weiteren Fraktionen – Grüne, SWG, UfS, Linke, Freie Wähler – gibt es bislang keine Abkehr von der Aussage, aktuell keine eigenen Bewerbungen zu planen.