Speyer Baugenehmigung für „Seppelskasten“-Projekt liegt vor
Schon in diesem Jahr soll das Bauprojekt am „Seppelskasten“, dem früheren Bistumshaus St. Josef, beginnen. Das Gemeinnützige Siedlungswerk (GSW) plant in der früheren Caritas-Zentrale 35 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten. „Letzte Woche ist die Baugenehmigung eingegangen“, berichtet auf Anfrage Christian Rohatyn, der designierte GSW-Geschäftsführer. Vorgestellt wurden die Pläne 2018, dann habe sich der Genehmigungsprozess länger hingezogen als erwartet. „Wir hätten gerne schon abgerissen“, so Rohatyn. Er meint damit den Gebäudeteil an der Oberen Langgasse, der als nicht erhaltenswert gilt und durch einen Neubau ersetzt wird.
Der Turm und der Gebäudeteil an der Bahnhofstraße bleiben stehen und werden im Inneren umgebaut. Rohatyn will jetzt schnellstmöglich die Ausschreibung veröffentlichen, um im zweiten Quartal 2021 zu starten und dann „in einem Rutsch“ das auf rund eineinhalb Jahre kalkulierte Projekt durchzuziehen. Er erwartet, dass ein Großteil der Arbeiten aus dem bisherigen Innenhof erledigt und auf eine Sperrung der Oberen Langgasse verzichtet werden kann. 20 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten sollen verkauft – die Wohnungen am liebsten an Selbstnutzer –, der Rest vermietet werden. „Das Marketing ist noch nicht angelaufen, dennoch haben wir schon eine recht lange Interessenliste.“
Neuer Geschäftsführer
Rohatyn (39) löst nach eigener Auskunft zum 1. April Gerhard Müller (63) als GSW-Geschäftsführer ab. Müller hat das Unternehmen 20 Jahre geleitet und geht in den Ruhestand. Rohatyn ist 2020 von der Landauer VR Bank zum kirchlichen Unternehmen in die Obere Langgasse gewechselt. Für seinen Ex- Arbeitgeber war er 22 Jahre tätig, zuletzt auch als Chef von deren Bauland-Entwicklungsgesellschaft.
