Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Baubeginn in der Normand-Reithalle – Gastro-Mieter steht fest

Von der langjährigen Putzschicht befreit: Halle auf dem Normand-Gelände.
Von der langjährigen Putzschicht befreit: Halle auf dem Normand-Gelände.

Der Umbau der früheren Reithalle auf dem Normand-Gelände hat begonnen. „Im Herbst 2026 soll alles fertig sein“, sagt auf Anfrage Michael Weber, Sprecher der Investoren.

Eine private Gruppe um Immobilienexperte Michael Weber und Ex-Fußballnationalspieler Erik Durm hatte 2020 von der Stadt den Zuschlag für das Konzept „Speyer together“ zur Entwicklung der denkmalgeschützten Halle erhalten. Es hatte mehrere Bewerber gegeben. 2024 lag die Baugenehmigung vor und der Verkauf ging über die Bühne. Seit einigen Tagen gibt es sichtbare Veränderungen: Der alte Putz ist abgeklopft und der Blick auf die Mauersteine aus den 1930er-Jahren möglich. Um einen Teil des 2900 Quadratmeter großen Geländes wurde außerdem ein Zaun errichtet.

Der Zaun solle auch zur Abgrenzung der Baustelle dienen, für die zuletzt ein Außenbereich freigeräumt worden ist, wie Weber berichtet. In den vergangenen Monaten sei die seit Jahren nur noch als Lager genutzte Halle vollständig entkernt worden. Unter anderem alte sanitäre Anlagen hätten noch entfernt werden müssen. Bis Herbst 2026 soll nun ein Konzept mit mehreren Nutzungen umgesetzt sein. Laut Weber ist ein Großteil der Flächen, aber noch nicht alles vermietet. Vor allem einheimische Mittelständler kämen in künftige Büros. Auch die gastronomische Einheit sei schon vergeben – an das Gastronomenpaar Sandra und Volker Hess aus Speyer, die aktuell das „Cozy“ im Industriehof betreiben. Neben Frühstück bietet das Paar den Kunden hier kreative Seminare, Frauenflohmärkte und -treffen an. Den beliebten Standort im Industriehof werden die beiden für die Reithalle abgeben. Konzept und Optik des Cozy nehmen sie jedoch mit.

Aufträge schon erteilt

Die meisten Bauaufträge seien schon erteilt, so der Investor. Ein großes Gewerk sei der Einbau neuer Fenster. Außen werde am Ende wieder Putz aufgebracht: „Das Gesamtbild wird sich nicht groß verändern“, berichtet Weber. Der neue Zaun werde teilweise erhalten bleiben und sich im eingefriedeten Bereich mit Hecken und anderen Pflanzen abwechseln.

Die Halle mit dem markanten Türmchen war Teil der Normand-Kaserne und wurde von den stationierten französischen Soldaten vor allem für sportliche Zwecke genutzt. Nach deren Abzug in den 1990er-Jahren war sie nur noch Lager. Städtische Pläne unter anderem für den Einbau einer Kita hatten sich zerschlagen, sodass sie nach einer Konzeptvergabe verkauft wurde. Auch Gemeinschaftsräume sollen angeboten werden.

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