Harthausen RHEINPFALZ Plus Artikel Bau des Fußgängerüberwegs startet: Beschwerde von Anwohnern

So soll der Fußgängerüberweg in Harthausen aussehen.
So soll der Fußgängerüberweg in Harthausen aussehen.

Ab Montag, 23. Februar, bis voraussichtlich 20. März wird die Schwegenheimer Straße in Harthausen an der Bäckerei für den Neubau eines Fußgängerüberwegs komplett gesperrt.

Der Landesbetrieb Mobilität Speyer (LBM) ist Bauherr und verantwortlicher Planer des Neubaus in der Landesstraße 537. Nach Angaben der Behörde werden in dem Straßenbereich, in dem Schwegenheimer Straße, Heiligensteiner Straße, Ludwigstraße und Jakobsgasse aufeinandertreffen, auch neue Beleuchtungsmasten für den Fußgängerüberweg aufgestellt. Die Zufahrt zur Ludwigstraße und zur Jakobsgasse ist während dieser Zeit nicht möglich. Im Baustellenbereich müssen zwei Bäume gefällt und einer versetzt werden. Während der Arbeiten werden die zuständigen Werke die Wasseranschlüsse der Anlieger überprüfen und erneuern. Betroffene werden jeweils rechtzeitig informiert, die Maßnahmen mit ihnen abgesprochen, sicherte Bürgermeister Rainer Schaust (CDU) unter Berufung auf Angaben der Werke zu.

Im vollgesperrten Bereich werden zudem die Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht erneuert. Eine Umleitung wird eingerichtet. Auch Bushaltestellen werden in der Bauzeit verlegt. Am Donnerstag seien bereits Schilder vorbereitet und Absperrmaterialien angeliefert worden, teilten Schaust und Beigeordneter Matthias Löffler (CDU) mit. Die Kosten für den Fußgängerüberweg einschließlich der Tiefbauarbeiten betragen nach Angaben des LBM etwa 132.000 Euro. Der LBM bittet alle Verkehrsteilnehmer sowie die Anwohner um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten.

Anwohner klagen über fehlende Informationen

Nicht ganz einverstanden zeigten sich indes die Eigentümer des Gebäudes, in dem sich die Bäckerei befindet. In der Einwohnerfragestunde im Gemeinderat bezeichneten sie den Entscheidungs- und Planungsprozess als „intransparent“, sprachen von „Hin- und Herschieben“ der Verantwortlichkeiten zwischen Behörden und Gemeindeverwaltungsebenen und beklagten das Verweigern von Antworten. Die Anlieger seien nicht eingebunden worden, obwohl das vorgeschrieben sei, monierten sie. Konkret bemängelten die Eigentümer die vorgesehene Verlagerung des Kurzhalteplatzes in die Heiligensteiner Straße und Ludwigstraße. Die Folge wären dort neue Eng- und Gefahrenstellen. Sie wollten auch wissen, ob ihr Anwesen weiterhin für die Warenanlieferung und die Mieter erreichbar bleibe. Mögliche Umsatzeinbußen könnten am Ende den Erhalt der Bäckerei durchaus gefährden, sagten sie.

Ortsbürgermeister Schaust verwies auf den LBM als Verantwortlichen und unterstrich, ihm lägen keine Pläne der Baumaßnahme vor. Mit der Verlegung beziehungsweise Neu-Einrichtung von Kurzzeitstellplätzen beschäftige sich derzeit das Ordnungsamt. Die Parkdauer werde dort nach dem Bau des Fußgängerüberwegs nur noch 30 Minuten betragen, informierte Schaust.

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