Speyer Otterstadt: Kritik an erster Idee zu großem Gewerbegebiet im Norden von Speyer
In der Sitzung des Ortsgemeinderats Otterstadt am Mittwochabend wurden die Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet im Norden von Speyer kritisiert. Auf Speyerer Gemarkung sollen dort Wohnbauflächen und Gewerbeflächen entstehen. Letztgenannte lägen zu rund zwei Dritteln auf Otterstadter Gemarkung. Speyers Stadtplanerin Kerstin Trojan sprach in der Sitzung von rund 17 Hektar Gewerbeflächen nördlich und rund elf Hektar südlich der Kreisstraße 23, jeweils auf der Gemarkung der Altrheingemeinde.
Flächenversiegelung kritisiert
Kritik kam vom fraktionslosen Jürgen Zimmer und der BIO-Fraktion. Sie lehnten das Großprojekt komplett ab. Sie führten an, dass dadurch weitere Flächen versiegelt und Landwirte Ackerflächen verlieren würden. Die Pläne sehen jedoch vor, dass die Stadt Speyer Landwirten Ersatzflächen bietet. Laut Trojan hat die Stadt zum Beispiel Flächen entlang der Bundesstraße 9, die an Nebenerwerbslandwirte verpachtet seien. Birgid Daum (BIO) fürchtete außerdem Nachteile für das Gewerbe und die Bewohner von Otterstadt wegen des zunehmenden Verkehrs. Laut Trojan sollen in das Gebiet keine Logistikfirmen angesiedelt werden. Lothar Ritthaler (CDU) befürwortete die Pläne – jedoch nur teilweise: Den 17 Hektar große Teil des Gewerbegebiets nördlich der Kreisstraße 23 lehnen auch die Christdemokraten ab.
Absichtserklärung beschlossen
Zum Ende der Diskussion beschloss eine Mehrheit des Gremiums eine Absichtserklärung. Darin heißt es, dass die grundsätzlichen Planungsziele unterstützt werden und diese mit den Partnern – der Stadt Speyer und der Verbandsgemeinde Rheinauen – weiterentwickelt werden. Weiter steht darin, dass die Ortsgemeinde Otterstadt will, dass die Existenz der Landwirte nicht gefährdet werden darf und diese adäquate Ersatzflächen erhalten. Zudem werde die Phase IV (der Teil des Gewerbegebiets nördlich der K 23) kritisch gesehen. Außerdem sollen in dem geplanten Gewerbegebiet keine Logistikfirmen angesiedelt werden.