Homburg Stadt verklagt Ex-Bürgermeister auf Schadenersatz

Klaus Roth, hier 2014 als Homburger Bürgermeister.
Klaus Roth, hier 2014 als Homburger Bürgermeister.

Die Stadt Homburg erteilt einem Rechtsanwalt den Auftrag, Schadenersatzansprüche gegen ihren früheren Bürgermeister Klaus Roth (CDU) geltend zu machen. Der 58-jährige Ex-Kommunalpolitiker steht zurzeit in Saarbrücken vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, gut 35.000 Euro aus einem städtischen Auftrag zur Planung eines neuen IT-Kabelsystems für das Rathaus veruntreut und größtenteils in die eigene Tasche geschleust zu haben. Klaus Roth war Homburger Bürgermeister von 2008 bis 2018.

Wie der heutige Bürgermeister Michael Forster (CDU) sagte, wolle die Stadt Schadenersatzansprüche auch gegenüber einer Homburger Elektrofirma geltend machen, die in die Affäre verwickelt sein soll. „Die Klageschriften sind bereits eingereicht“, so Forster.

Trotz allem muss die Verkabelung gemacht werden

Zur RHEINPFALZ sagte der amtierende Verwaltungschef, dass für das Homburger Rathausgebäude am Forum nach wie vor akuter Bedarf an einer zeitgemäßen Internet-Verkabelung bestehe. „Das muss gemacht werden. Weitere Planungen sind derzeit im Gange, wir müssen die IT-Technik im Haus auf neuen Stand bringen.“

Denn auch die Stadt Homburg sei gesetzlich dazu verpflichtet, spätestens in zwei Jahren ihren Bürgern bestimmte Dienstleistungen im Online-Verfahren anzubieten. „Natürlich muss die Stadtverwaltung dann auch in der Lage sein, diese Dienstleistungen im Haus entsprechend zu ver- und zu bearbeiten.“

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