Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Rein ins Labyrinth: Wie in Homburg eine eigene Welt entsteht

Ein kleiner Bagger schüttet Sand am Erbacher Sportzentrum auf, wo mehr als 10.000 Getränkekisten zu einem Labyrinth gestapelt we
Ein kleiner Bagger schüttet Sand am Erbacher Sportzentrum auf, wo mehr als 10.000 Getränkekisten zu einem Labyrinth gestapelt werden.

Mehr als 10.000 Getränkekisten und 40.000 Kabelbinder: Am Erbacher Sportzentrum entsteht gerade eine eigene Welt. Es geht um ein Labyrinth – und einen Weltrekordversuch.

Ein bisschen kommt es einem wie das Labyrinth am Schluss des vierten „Harry Potter“-Teils vor, an dessen Ende der Trimagische Pokal wartet – in Homburg gibt es natürlich keine Magie und auch kein furchterregender Lord Voldemort. Statt der riesigen Hecke wie in der fiktionalen Saga sind es mehr als 10.000 Bierkisten von der Homburger Karlsberg-Brauerei, die auf einer Fläche von 900 Quadratmeter ein Labyrinth schaffen.

In Deutschland habe es so ein Projekt wohl noch nie gegeben, vermutet die Stadt. Deshalb könnte es Homburg sogar ins Guinness-Buch der Rekorde bringen. Die Zuständigen hätten schon Kontakt mit dem Guinness-Buch aufgenommen. „Allein die Dimension mit über 10.000 Getränkekisten macht das Ganze außergewöhnlich“, meint HPS-Geschäftsführer Ralf Weber.

40 Helfer von der Feuerwehr

Entstanden sei die Idee aus einer Frage heraus: Wie kann man noch mehr Besucher nach Homburg locken? Denn am Erbacher Sportzentrum entsteht nicht nur das 2,20 Meter hohe Labyrinth – in der Halle werden mit den Judo-Wettkämpfen auch eine von 27 Disziplinen bei den Special Olympics ausgetragen, die vom 15. bis 20. Juni im Saarland stattfinden.

Eine besondere Attraktion sollte zusätzlich zu den Wettkämpfen an der Austragungsstätte entstehen. Mitarbeiter der Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) und der Verwaltung setzen die Idee gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Römermuseum und ehrenamtlichen Helfern um. Das Projekt „Lost in Homburg“ war geboren. Um rechtzeitig fertig zu werden, arbeiten laut Feuerwehr allein 40 Wehrleute in den letzten Tagen am Labyrinth. Sie stapeln die Kisten, verbinden sie mit Kabelbindern und bauen das Labyrinth so immer höher.

Fünf Themenfelder

In vier Tagen kann man das Labyrinth, das einen Laufweg von 650 Metern biete, erkunden. Fünf Themenfelder rund um die Stadt Homburg warten auf die Mutigen – es gibt Fragen, kleine Aufgaben und Überraschungen. Wer die richtige Antwort parat hat, kommt schneller ans Ziel und kann Gutscheine gewinnen.

„Wir wollten etwas schaffen, das weit über Homburg hinaus Aufmerksamkeit erzeugt und rund um die Spiele ein ganz besonderes Erlebnis bietet“, erklärte Bürgermeister Manfred Rippel. Hinter den Special Olympics stecke eine Haltung, die die Menschen verbinde. „Eine Haltung, die zeigt: Jeder Mensch gehört dazu.“ Das wolle man mit dem Labyrinth zeigen.

Das Labyrinth

Vom 15. bis 19. Juni zwischen 9 und 18 Uhr kann man sich auf die Reise durchs Labyrinth am Erbacher Sportzentrum (Steinbachstraße 111a) machen. Eine Anmeldung ist nicht zwingend nötig, jedoch empfiehlt die Stadt für größere Gruppen und Schulklassen, sich per Mail an labyrinth@hom-burg.de anzumelden. Vor Ort betreuen Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros die Kinder.

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