Neunkirchen
Oberbürgermeister: Geplanter Klinikverkauf „ein herber Schlag“
„Die Kreisstadt Neunkirchen hatte ihr städtisches Klinikum an die Diakonie in der Erwartung verkauft, einen festen Partner für die nächsten Jahre gefunden zu haben. Dass diese Erwartung nun enttäuscht wurde, war ein herber Schlag“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) am Freitag, 10. September, zur RHEINPFALZ. Er reagiert damit auf die Ankündigung der Stiftung Kreuznacher Diakonie, für das einst städtische Klinikum zwecks Weiterverkaufs einen neuen Betreiber zu suchen. Zwar habe das Unternehmen „ehrlich und transparent informiert“, doch helfe dies den Beschäftigten nicht weiter, die jetzt Angst um ihre Arbeitsplätze haben. Neunkirchen brauche ein großes Krankenhaus mit medizinischer Vollversorgung in seiner Innenstadt mit über 20.000 Bewohnern.
Gesundheitsministerium bedauert
„Unser Ziel ist und bleibt der zukunftsfähige Betrieb eines Krankenhauses in der Innenstadt von Neunkirchen“, erklärt derweil das saarländische Gesundheitsministerium. Die Diakonie-Stiftung wolle das Krankenhaus „im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens veräußern“. „Wir bedauern, dass es dem Träger nicht gelungen ist, den Standort Neunkirchen dauerhaft wirtschaftlich in die Zukunft zu führen“, sagte ein Ministeriumssprecher.
Für die Markterkundung sieht Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann aber „positive Rahmenbedingungen. Die dichte Besiedlung unserer Stadt bietet potenziellen Interessenten ein Einzugsgebiet, das groß genug ist, um ein Krankenhaus in der Innenstadt wirtschaftlich zu betreiben. Der Bedarf ist da und damit auch ein Markt.“