Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Lösung für Bosch-Rexroth ausgehandelt – Weniger Jobabbau

Mit Menschenketten hatten Beschäftigte und die IG Metall Saarpfalz im Herbst 2020 in Erbach gegen Stellenabbau in den Betrieben
Mit Menschenketten hatten Beschäftigte und die IG Metall Saarpfalz im Herbst 2020 in Erbach gegen Stellenabbau in den Betrieben bei Casar, Bosch-Rexroth und Schaeffler demonstriert.

Die 2020 angekündigten harten Einschnitte bei Bosch-Rexroth in Homburg, verbunden mit Arbeitsplatzabbau, wurden stark abgemildert. Teile der Industriehydraulik bleiben nun in Homburg. Unbefristete Neueinstellungen wurden durchgesetzt.

Die Gewerkschaft IG Metall führt ihren Verhandlungserfolg nicht zuletzt auf die öffentlichen Proteste seit Herbst 2020 zurück. Am Homburger Standort von Bosch-Rexroth werden Komponenten für die Mobil- und Industriehydraulik gefertigt.

Am 8. September 2020 hatte das Management die Auslagerung der Sparte Industriehydraulik ins Werk Lohr/Bayern sowie den Abbau von 155 Arbeitsplätzen in Homburg angekündigt. Jetzt, so Betriebsratsvorsitzender Stephan Huber am 23. Februar, hätten Arbeitnehmer und Arbeitgeber „in zähen Verhandlungen ein Maßnahmenpaket geschnürt, dass uns für die Zukunft stärkt“. Demnach werde die Industriehydraulik zwar großteils bis 2025 schrittweise nach Lohr verlagert. Doch ein Teil der Industriehydraulik-Komponenten werde weiterhin in Homburg gefertigt. Ebenso zusätzliche Teilkomponenten, deren Produktion aus Lohr nach Homburg wechselt.

Investitionen und mehr Personal bei Mobilhydraulik

Für die Homburger Sparte Mobilhydraulik seien „weitreichende Investitionen“ und eine Personalaufstockung zugesagt worden. Die Zahl der Stellen, die in Homburg wegfallen, habe man in den Verhandlungen von 155 auf 80 absenken können. Dies werde über Vorruhestand, freiwillige Aufhebungsverträge, bessere Altersteilzeit und Renteneintritte angestrebt. Betriebsbedingte Kündigungen gebe es nicht. 70 bislang befristet Beschäftigte würden unbefristet eingestellt.

Stephan Huber und IG-Metall-Sekretär Martin Zimmer: „Hätte sich die Arbeitnehmervertretung nicht eingemischt, wäre das Aus für den Standort Homburg besiegelt.“

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