Saarland
Homburg: Kurzarbeit bei Schaeffler, aber bei Bosch und Michelin noch nicht
„In unseren deutschen Werken haben wir noch keinen Produktionsstopp“, sagte Bosch-Sprecherin Claudia Arnold am Donnerstag, 19. März, auf Anfrage. Aktuell werde mit den Arbeitnehmervertretern aber über Maßnahmen verhandelt, „die den jeweiligen Rahmenbedingungen des Standorts gerecht werden“. Entscheidungen seien derweil noch nicht gefallen. Ziel sei es, die Belieferung der Kunden so weit wie möglich aufrecht zu erhalten.
Produktion „in reduziertem Umfang“
Im Homburger Michelin-Reifenwerk läuft die Produktion derzeit „in reduziertem Umfang“, so Werkssprecherin Maira Zöller am Donnerstag zur RHEINPFALZ. „Wir fahren die Produktion so weit herunter, dass wir nicht mehr die volle Personalstärke benötigen“, wies sie auf Mitarbeiter hin, die jetzt zuhause bleiben möchten. Sie nannte keine konkrete Zahlen, Kurzarbeit gebe es bei Michelin in Homburg aber nicht. „Unsere Kunden werden weiter beliefert“, so Zöller.
Am Donnerstag kündigte Schaeffler in Herzogenaurach an, wegen Corona die Produktionskapazitäten in den Werken in Deutschland und Europa zu verringern. Man habe ein „Maßnahmenpaket“ beschlossen, das jetzt „unmittelbar“ umgesetzt werde. Auch die neuen Krisenregelungen zur Kurzarbeit würden bei Schaeffler angewandt: Dies gelte „für das gesamte Unternehmen in Deutschland“.
„FlexibleLösungen“
Bei Schaeffler wolle man jetzt die Mitarbeiter schützen, die Lieferketten möglichst intakt und den Einfluss der Krise auf die Kunden gering halten. Jürgen Wechsler, Beauftragter der Gewerkschaft IG Metall bei Schaeffler: „Wenn wir schon angesichts der Krise die Produktion in den Werken zurücknehmen müssen, war es uns wichtig, dass schnell flexible Lösungen etabliert werden, die für die einzelnen Standorte in Deutschland passen und die Mitarbeiter möglichst wenig belasten.“