Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Am Schlossberg wird kein Gästefahrstuhl gebaut

Blick vom Schlossberg-Plateau auf die Stadt Homburg.
Blick vom Schlossberg-Plateau auf die Stadt Homburg.

Das frühere Vorhaben, einen Gästeaufzug auf den Homburger Schlossberg zu bauen, ist passé. Die Stadt verfolgt jetzt ein anderes Tourismuskonzept. Am Donnerstag, 26. November, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, dass der Bund das geänderte Homburger Projekt „Neuerschließung des Gesamtensembles Schlossberg“ bis 2026 mit 5,75 Millionen Euro fördert.

Wie Rathaussprecher Jürgen Kruthoff am Donnerstag sagte, werde für zwei Vorhaben Geld bewilligt. Demnach erhalten die Schlossberghöhlen inklusive eines neu zu errichtenden Besucherzentrums 2,75 Millionen Euro. Zudem gebe es drei Millionen Euro für die denkmalgerechte Sanierung der Vauban-Festungsanlage. Kruthoff: „Diese hohe Bundesförderung ist Grundlage dafür, dass die beiden denkmalgeschützten Sehenswürdigkeiten von 2021 bis 2026 für die Zukunft gesichert und saniert werden können.“ An der Vauban-Festungsruine aus dem 17. Jahrhundert soll das Mauerwerk konserviert werden. Geplant seien auch Teil-Rekonstruktionen und ein Zugang zu Gebäudeteilen, die bisher nicht begehbar sind.

Größte Bundsandsteinhöhlen Europas

Die Schlossberghöhlen als größte Bundsandsteinhöhlen Europas sollen ein neues Besucherzentrum unter der Bergspitze erhalten. Indem dort eine Betondecke eingezogen wird, werde zugleich der einsturzgefährdete „Große Bruch“ innerhalb des Höhlensystems gesichert.

Auf Anfrage sagte Klaus Kell, Leiter des Denkmalamts, dass der alte Plan zum Bau zweier Touristenaufzüge aus der Altstadt bis aufs Schlossberg-Plateau nicht mehr verfolgt werde. Stattdessen konzentriere man sich auf ein dreistufiges Rekonstruktionskonzept für die Vauban-Festung – mit Fußgängerbrücken und der Darstellung früherer Anlagen mithilfe von Cortenstahl.

Entscheidung im Bundestagsausschuss

Der Homburger Bundestagsabgeordnete Markus Uhl (CDU), Mitglied des Haushaltsausschusses: „Mit der fast 50-prozentigen Förderung durch den Bund ist es möglich, die dringend notwendige Verbesserung der Zugangssituation zu den Schlossberghöhlen anzugehen.“ So werde die Stadt touristisch deutlich attraktiver.

Bürgermeister Michael Forster (CDU): „Der Schlossberg als Homburger Hausberg hat es verdient, eine deutliche Aufwertung zu erhalten. Das erreichen wir mit diesem schlüssigen Gesamtkonzept.“ghm

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