Blieskastel Alte Traktoren und süße Tiere: Mit dem Bauernmarkt fing alles an

Der Bauernmarkt legte vor über 100 Jahren den Grundstein des Webenheimer Bauernfests.
Der Bauernmarkt legte vor über 100 Jahren den Grundstein des Webenheimer Bauernfests.

Er gehört zum Bauernfest wie das Riesenrad und das Festzelt und ist zur Tradition geworden: Der Handwerker- und Bauernmarkt ging am Samstagmorgen zum 28. Mal über die Bühne. Und der erlebte einen wahren Besucheransturm.

Rund um die Reithalle des Reitervereins Bliestal tummeln sich viele Oldtimer-Traktoren, aber auch jede Menge Hasen, Geflügel, Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen. Wegen der großen Hitze mussten die Aussteller improvisieren und hatten den Tieren mit Planen Schattenbereiche eingerichtet. Besonders bei den Kindern standen natürlich die Traktoren und Tiere hoch im Kurs, aber auch die Erwachsenen interessierten sich dafür.

Auf der Rennwiese selbst waren neue landwirtschaftliche Fahrzeuge wie Feldhäcksler, die neusten und großen Traktoren und Mähdrescher aufgebaut. Nicht weit davon fanden sich großen Heißluftballons, mit dem die Besucher über das Festgelände aufsteigen und in luftiger Höhe schweben konnten. Größter Anziehungspunkt war allerdings der Land- und Bauernmarkt. „Der Markt bietet den Landwirten der Region die Möglichkeit, eigene Erzeugnisse zu verkaufen. Er dient aber auch zur Pflege von Kontakten zwischen Erzeuger und Verbraucher“, schreibt der veranstaltende Reiterverein zum Zweck des Marktes.

Der Ursprung liegt beim Bauernmarkt

Der Besuch des Bauernmarktes war für die Besucher eine Reise zu den Wurzeln des Webenheimer Bauernfests. Denn dessen Grundstein wurde 1921 gelegt, als der Pferdezucht- und Reiterverein Saarpfalz (heute Reiterverein Bliestal) gegründet wurde. Daraufhin fand auch das erste Pferderennen in Webenheim statt. Noch vor einigen Jahren fanden an beiden Bauernfestsonntagen Pferderennen statt. Diese wurden jedoch bereits vor der Corona-Pandemie eingestellt. Der Grund: Es gibt einfach zu wenig Pferde. Den Handwerker- und Bauernmarkt jedoch gibt es dagegen noch immer. Und er hat sich zu einem der Höhepunkte des Bauernfestes entwickelt.

Über 80 Stände sind am Start

Über 80 Stände waren beim Markt vertreten und hielten ein breites Spektrum für die Besucher bereit. Sie boten etwa handgemachte Hundeleinen, Schmuck, Stahlobjekte als Designteile für den Garten, frisch gepresste Öle, Käse vom Bauernhof und Milch, oder Joghurt und Pasta-Filata-Käse vom Hochwald-Milchmobil. Aber nicht nur zu Essen war was dabei: Es gab auch Blumen und Nutzpflanzen, Hüte aus Seegras und mit der Kettensäge geschnitzte Kunstwerke. Aber auch Obstsäfte – aus dem für den Bliesgau typischen Streuobstbau –, Bauernmalerei oder Gewürz- und Heilpflanzen wurden angeboten. Korbflechter und Drechsler zeigen ihr Handwerk, Imker und Kleintierzüchter informierten über ihr Hobby und Schaf- und Ziegenhalter wetteiferten bei einer Tierbewertung um die besten Zuchttiere.

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