Mutterstadt
Zuwachs im Mutterstadter Feuerwehr-Fuhrpark
Früher war es üblich, um die Hilfe des Heiligen Florian zu bitten, der als Schutzpatron für die Abwendung von Feuer und Dürre zuständig ist. Heute unterstützen bei den Hauptaufgaben der Freiwilligen Feuerwehr wie Retten, Löschen, Bergen und Schützen und technische Unterstützung bei Verkehrsunfällen modernste Geräte. Am vergangenen Samstag wurden der Mutterstadter Kameradschaft gleich zwei durch die Gemeinde beschaffte neue Fahrzeuge übergeben.
Wehrleiter Sascha Jülly sagte in einer Ansprache: „Mit dem neuen Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) verfügen wir erstmals über ein Fahrzeug, das speziell für den Personentransport beim Einsatz, beziehungsweise für den Katastrophenfall ausgelegt ist. Es dient sowohl dem Transport der Aktiven- und der Jugendfeuerwehr als auch dem Transport zu Einsätzen, Übungen und Veranstaltungen.“ Es handele sich um einen Mercedes-Benz-Sprinter, der bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,2 Tonnen und einer Länge von sechs Metern, bis zu 700 Kilo zuladen könne und über eine Durchsageanlage zur Warnung der Bevölkerung verfüge.
Ein weiterer Meilenstein für die Feuerwehr Mutterstadt sei die neue Drehleiter mit Korb – namentlich DLAK 23/12. Diese verfüge über einen abknickbaren, beweglichen Teil und sei mit einem Schwerlastkorb ausgestattet, der bis zu 500 Kilo tragen könne. Außerdem habe die Drehleiter einen Wasserwerfer mit integrierter Kamera, die direkt vom Bedienstand aus gesteuert werden könne. So könnten unter anderem Glutnester gezielter bekämpft werden.
Ortschef: „Teuerstes Fahrzeug der Geschichte“
Hinsichtlich der Notwendigkeit der Drehleiter verwies Fachbereichsleiter Wolfgang Hampel auf den zugehörigen Gemeinderatsbeschluss vom 14. Mai 2024, in dem die Anschaffung der neuen Drehleiter entschieden wurde. Das Vorgängermodell war zu diesem Zeitpunkt bereits 29 Jahre alt, die Reparaturanfälligkeit habe zugenommen und die Ersatzteilbeschaffung sei zunehmend schwieriger geworden. Aufgrund der sogenannten Risikoklasseneinteilung der rheinland-pfälzischen Feuerwehrordnung müsse eine Drehleiter DLAK 23/12 nach der Alarmierung innerhalb von acht Minuten die Einsatzstelle erreicht haben. Eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen scheide damit aus.
Das Fahrgestell der Drehleiter stammt von Man Truck & Bus Deutschland, der Aufbau von der Firma Rosenbauer Deutschland und die feuerwehrtechnische Beladung von der Firma Fritz Massong. In Mutterstadt werde die Drehleiter vor allem zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges im Blockfeld, Mandelgraben, in der Ruchheimer Straße und am Alten Damm eingesetzt werden.
Bürgermeister Thorsten Leva (SPD) erläuterte: „Mit mehr als 1,1 Millionen Euro ist sie das bislang teuerste Fahrzeug in der Geschichte unserer Feuerwehr.“ Begleitet von einem Segensspruch durch Pfarrer Heiko Schipper und Kaplan Jaimon Vaniyapurackal, wünschte Leva allen Kameradinnen und Kameraden künftig erfolgreiche Einsätze.