Rhein-Pfalz Kreis Zuschlag bei 1299 Euro
Das erste und bisher einzige Dubbeglas, das fast im Weltall war, hat einen neuen Besitzer. Der Dürkheimer Winzer Thomas Hensel, dessen Weine Aufwind, Höhenflug oder Ikarus heißen, hat es nach einmonatiger Auktionszeit für 1299 Euro ersteigert. Das Geld kommt dem Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen zugute.
Das Drehbuch für diese Geschichte hätte wohl kaum besser fertiggeschrieben werden können. Nun landet das Space-Dubbeglas ausgerechnet im gerade neu entstehenden Showroom des am Dürkheimer Flugplatz gelegenen Weinguts von Thomas Hensel. Der ist selbst Segelflieger und vermarktet seine Produkte seit Jahren mit Begriffen rund um die Fliegerei. Einen Monat lang hatte der Dürkheimer die Auktion verfolgt und kurz vor Mitternacht das bereits vierstellige Gebot des Mitbietenden noch mal übertroffen. Das Kinderhospiz Sterntaler, von vorneherein als Empfänger des Auktionsbetrags vorgesehen, bedankte sich gestern zunächst per Mail bei Hensel für die Bereitschaft, den Betrag von 1299 Euro zu investieren. Prompt schlugen gestern zwei der drei Heßheimer beziehungsweise Frankenthaler Initiatoren des Dubbeglasflugs in der Kurstadt auf und übergaben das berühmte Flugobjekt, das mit einer Höhe von 33,8 Kilometer die Stratosphäre erreicht hatte. Am 3. Juli war das pfälzischste aller Gefäße von den Hobbybastlern Thomas Butsch, Dirk Fellhauer und Robert Kwiatek auf seine rund dreistündige Expedition geschickt worden (wir berichteten). An einem Helium-Wetterballon befestigt und permanent durch Kameras beobachtet, stieg es planmäßig in genannte Sphären auf, ehe der Ballon platzte und das Kunststoffbehältnis an einem Fallschirm hängend zur Erde zurücktrudelte. Im mittelfränkischen Uffenheim landete es schließlich in einem Baum und wurde geborgen. Per GPS-Tracker wurde die Konstruktion geortet, nach Hause geholt und kürzlich sogar auf dem Heßheimer Kerweumzug gefeiert. „Wie oft berührt man schon Dinge, die im All waren“, zeigte sich gestern einer von Hensels Mitarbeitern fast ehrfürchtig. So kam es, dass zur Mittagszeit in trauter Runde schon Weinschorle getrunken wurde. Allerdings nicht aus dem Space-Dubbe. Denn wegen des Lochs im Boden, das zu seiner Befestigung gebohrt werden musste, bleibt das formschöne Behältnis quasi immer leer – also all. |als