Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Weg in die Zukunft

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Dawood Nikzad ist aufmerksam, sein Deutsch gut verständlich. Er war vier, erzählt er, als die Eltern mit ihm und sechs Geschwistern in den Iran flohen. Dort ist er sieben Jahre lang zur Schule gegangen. Wie die Iraner, ist er schiitischer Moslem. Dennoch blieb er ein Ausländer, bekam keine Arbeitserlaubnis, nicht die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Wurde er beim Jobben erwischt, bedeutete das Strafe. Nur der Vater und ein Bruder durften arbeiten. „Im Iran konnte ich keine Wünsche haben. In Europa liegt die Zukunft“, war dem Teenager klar. Er machte sich auf den Weg. Per Anhalter, zu Fuß, mit dem Schiff nach Griechenland, drei Tage im Kühlwagen nach Italien und wieder zurück – da musste ihn die Familie sogar aus dem Gefängnis wegen illegaler Einreise freikaufen. Schließlich ging es im und teils unter dem Zug versteckt nach Serbien und weiter nach Ungarn. Im Juli 2015, nach drei Jahren, kam er in Deutschland an. „Ich bin jetzt müde“, sagt er, „ich will arbeiten und bin sehr, sehr froh, hier zu sein.“ Mit Eltern und Familie kommuniziert er über Facebook, berichtet, schickt Fotos. „Deswegen ist das Smartphone für Flüchtlinge enorm wichtig – und wenn sie es sich vom Mund absparen müssen,“ erklärt Ausbilder Christopher Hogen. |cei

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