Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Giftköder im Kreis

Der Gemeindeverwaltung Mutterstadt ist das Problem Giftköder bekannt. Zumindest von einem vergifteten Hund in jüngster Zeit hat Ordnungsamtsleiter Klaus Hübner erfahren. „Das Problem ist, dass das Gift in unregelmäßigen Abständen und immer wieder an anderen Orten ausgelegt wird.“ Laut Hübner ist davon auszugehen, dass die Köder gezielt gegen Hunde eingesetzt werden und nicht, um etwa Ratten, Füchse oder Wildschweine abzuwehren. So sei beispielsweise vor dem Bau eines Ärztehauses auf dem eingeebneten Areal immer wieder Gift gefunden worden. „Hundebesitzer haben die Fläche zum Gassigehen genutzt.“ Giftköder, die gefährlich für Hunde werden können, werden immer wieder im Kreis gefunden. Zuletzt hatte Rattengift in Schifferstadt auf dem Fußweg zum Rehbach für Aufregung gesorgt. Die Stadt erstattete 2014 Anzeige gegen Unbekannt. Etliche Fälle gab es in der Verbandsgemeinde Maxdorf. Im Oktober 2013 musste sogar ein Hund eingeschläfert werden, er hatte einen vergifteten Fleischbrocken gefressen. Die Polizei warnte damals vor tablettengespickten Wurststücken am Wegesrand. Giftköder-Fälle werden hin- und wieder auch der Kreisverwaltung gemeldet. „Manchmal sogar Köder zu uns geschickt“, sagt Sprecher Stefan Kopf. „Sie lassen sich aber nur schwer untersuchen, es gibt zu viele unterschiedliche Gifte.“ Näher bestimmbar seien die Stoffe oft erst, wenn es zu spät sei: „Dann ist es eine Straftat und ein Fall für die Polizei.“ Spaziergänger, die Giftköder finden, sollten sich an das örtliche Ordnungsamt wenden. „Das ist für Verstöße gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig.“ (btw)