Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Flucht vor dem Diktator

In Eritrea herrsche ein „totalitäres Regime“, dessen „Ausmaß und Umfang nahezu beispiellos“ sei, heißt es in einem von der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen jüngst veröffentlichten Bericht. In dem Kleinstaat am Horn von Afrika komme es zu „außergerichtlichen Hinrichtungen, weit verbreiteten Folterungen, sexueller Sklaverei und Zwangsarbeit“ – immer wieder wird Eritrea sogar als „Afrikas Nordkorea“ bezeichnet. Der Staat verliert seine Bevölkerung, denn die Eritreer fliehen vor dem Diktator Isayas Afewerki, der seit fast 25 Jahren an der Macht ist. Im Land wohnen etwa fünf Millionen Menschen, zusätzlich mehr als 800.000 außerhalb Eritreas (Europa, USA, Sudan, Saudi-Arabien). Etwa 50 Prozent der Einwohner sind Christen die andere Hälfte sunnitische Muslime. (jod)