Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Die Alte und Neue Kolonie

Die Alte und die Neue Kolonie wurden im Auftrag der BASF für Werksangehörige gebaut. Die Alte Kolonie besteht aus 63 Backsteinhäusern mit insgesamt 126 Wohnungen in der Brunck- und Siegle-Straße. Sie wurden 1900 nach den Plänen des BASF-Baudirektors Eugen Haueisen gebaut. Die Gartenbauweise orientiert sich an den Gartensiedlungen Englands. Die Häuser hatten zur Straße hin einen kleinen Vorgarten für Blumen und auf der Rückseite der Häuser einen größeren Nutzgarten. Die aneinandergrenzenden Gärten waren als Begegnungsstätten für die Bewohner der Häuser gedacht. 1914 kam die Neue Kolonie dazu. Nach Plänen des Münchner Architekten Theodor Fischer entstanden die als Rosenhaus bezeichneten Reihenhäuser in der Knosp- und Hanser-Straße. Insgesamt waren es 98 Wohneinheiten. „Der emeritierte Professor Winfried Nerdinger von der Technischen Universität München hat die Alte und Neue Kolonie in Limburgerhof als ein städtebauliches Juwel in Deutschland bezeichnet“, sagt Limburgerhofs Bürgermeister Peter Kern (SPD). Die Häuser waren ursprünglich alle im Besitz der BASF, wurden aber später nach und nach verkauft. Alte und Neue Kolonie sind Denkmalschutzzone. Ihr Erscheinungsbild soll erhalten bleiben.
