Hochdorf-Assenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zunächst muss der Erdhügel weichen

Erst mal soll der Erdhügel beim Kreisel abgetragen werden.
Erst mal soll der Erdhügel beim Kreisel abgetragen werden.

Den Verkehrskreisel an der A65-Brücke verschönern: Das haben sich die Hochdorf-Assenheimer vorgenommen. Erste Arbeiten dafür hat ihr Ortsgemeinderat am Dienstag vergeben.

Besonders einladend wirkt die Anlage nicht. Ein solcher Kreisel soll vorrangig aber auch nicht hübsch aussehen, sondern den Verkehr sicher fließen lassen. Trotzdem: Er ist das Erste, was Autofahrer von der Autobahn oder aus Dannstadt-Schauernheim kommend von der Gemeinde zu sehen bekommen. Und da wünschen sich deren politische Vertreter einfach einen besseren ersten Eindruck.

Deshalb haben sie sich noch im alten Jahr von einem Experten erläutern lassen, wie sie den Verkehrskreisel ansprechender gestalten könnten. Am Ende des aufschlussreichen Vortrags von Landschaftsgärtner-Meister Harald Sauer hat der Rat damals auch gleich eine Variante ausgewählt: Die Innenfläche des Kreisels soll wie eine naturalistische Landschaft angelegt und bepflanzt werden. Sauer hat dafür Staudenbeete sowie eine Wieseninsel angeregt, die in Rasen eingebettet wird. Details, da waren sich CDU, FWG und SPD einig, sollten später geklärt werden.

Weg mit alter Erde und Bewuchs

Dazu muss zunächst der Erdhügel, der die Anlage derzeit „ziert“, abgetragen werden. „Er muss von der alten Erde und dem Bewuchs befreit werden“, beschrieb Ortsbürgermeister Walter Schmitt (FWG) die Aufgabe. Mit diesem ersten Schritt hat der Hochdorf-Assenheimer Rat nun die Firma Mersinger für 11.900 Euro betraut. Sie hatte laut Verwaltung das günstigste der vier Angebote vorgelegt.

Ob das Unternehmen auch schon mit der Gestaltung beginnt, wie Sauer sie vorgeschlagen hat? Das wollte Uwe Beutelmann (CDU) wissen. Die Antwort lautete: nein. Erst mal gehe es nur darum, die Fläche einzuebnen. „Das Ganze ist ziemlich verdreckt und mit Unkraut zugewachsen. Das muss alles weg“, erläuterte Schmitt. Dennoch: „11.900 Euro? Nur fürs Abtragen?“, hakte Patricia Handrich (SPD) nach. Das bestätigte der Ortschef: „Das ist ein Riesenvolumen und eine Mordsmenge Erde.“

Arbeiten zwischen 9 und 15 Uhr

Der Betrag höre sich nach viel an, aber es müssten eine Ampel aufgestellt, der Kreisel gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Um letzteren möglichst wenig zu beeinträchtigen, sollten die Arbeiten zwischen 9 und 15 Uhr erledigt werden, also außerhalb der Stoßzeiten, betonte Schmitt. Er schätze, dass das Abtragen maximal eine Woche dauern wird. Ziel sei, dass die nächsten Arbeiten direkt daran anschließen können, damit die Baustelle nicht zweimal komplett auf- und abgebaut werden muss. „Ich rechne damit, dass es Anfang März umgesetzt werden kann“, sagte er.

Christoph Saliba (CDU) erkundigte sich, ob für die nächsten Schritte schon die Ausschreibungen laufen. Das sei nicht der Fall, teilte Schmitt mit. Alexander Friedrich (CDU) interessierte, ob am Kreisel etwas verändert werde für die geplante Umgehungsstraße um Assenheim. Auch das verneinte der Ortschef. Die Anlage sei für den Anschluss bereits ausgelegt.

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