Hochdorf-Assenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Kreisel soll schöner werden

Könnte im nächsten Sommer schöner aussehen: Der Kreisel an der A65 soll nach Wunsch des Gemeinderats ansprechend gestaltet werde
Könnte im nächsten Sommer schöner aussehen: Der Kreisel an der A65 soll nach Wunsch des Gemeinderats ansprechend gestaltet werden.

Seine Aufgabe erfüllt der Verkehrskreisel an der Brücke über die A65 seit Jahren zuverlässig. Nur hübsch anzusehen ist er nicht gerade. Das wollen die Hochdorf-Assenheimer nun ändern.

Im benachbarten Dannstadt-Schauernheim erntet der Storchen-Kreisel am Ortseingang immer wieder Lob für seine schöne Gestaltung. Hier engagieren sich Ehrenamtliche aus dem Dorf unter Federführung von Lothar Distler. So einen ansehnlichen ersten Eindruck wünschen sich die Hochdorf-Assenheimer Politiker auch für die Anlage, über die die meisten Verkehrsteilnehmer ins Dorf gelangen: den Kreisel, an dem L530, A65-Richtungsanschluss und eines Tages die Umgehungsstraße östlich von Assenheim zusammenfließen. Um den kümmert sich bisher der Landesbetrieb Mobilität (LBM), der sich damit begnügt, die Innenfläche alle paar Monate zu mähen. Der Behörde geht es um gute Einsehbarkeit und Verkehrssicherheit, nicht um Dorfverschönerung. Das ist nicht ihre Aufgabe.

Den Fraktionen von CDU, FWG und SPD im Dorfparlament hingegen ist das trostlose Erscheinungsbild schon länger ein Dorn im Auge. Deswegen haben sie beschlossen, die Pflege vom LBM zu übernehmen und in Abstimmung mit diesem den Verkehrskreisel ansprechend zu gestalten. Dazu hat Ortsbürgermeister Walter Schmitt (FWG) den Landschaftsgärtner-Meister Harald Sauer gebeten, zwei Planvarianten zu erstellen: für eine naturalistische Landschaft und eine trockenheitsverträgliche Staudenwiese. Diese hat der Experte den Ratsmitgliedern vorgestellt und ihnen anschaulich vermittelt, wie sich die Kreiselinnenfläche mit Pflanzen optisch ansprechend gestalten ließe.

Stauden und Wiesenbeete

Den Vorzug hat die Ratsmehrheit nach dem ausführlichen Vortrag und einer angeregten Diskussion dem Konzept der naturalistischen Landschaft gegeben. Die letztliche Gestaltung soll in den kommenden Monaten noch festgelegt werden. Sauers Entwurf schlägt strukturstarke Staudenbeete sowie eine kleine Wieseninsel vor, die in einem Kräuter- oder Landschaftsrasen eingebettet sind. Zudem hält er das Anpflanzen einiger Bäume für möglich. Durch geschicktes Modellieren solle die Fläche eine gute Biodiversität, Widerstandsfähigkeit gegenüber dem klimatischen Faktoren und – selbstverständlich – ein schönes Erscheinungsbild vereinen.

Den Politikern ist zudem wichtig, dass der Pflegeaufwand überschaubar bleibt und die Kosten vertretbar ausfallen. „Die Gestaltung dieses Kreisels ist eine Herzensangelegenheit für mich. Da muss aber keine Landesgartenschau hin“, bringt es Britta Heidger (FWG) auf den Punkt. Außerdem solle ein Bezug zur Gemeinde, ein Hinweis auf die Ortsteile Hochdorf und Assenheim unaufdringlich integriert werden. Als Alternative schlägt Uwe Beutelmann ein Hochdorf-Assenheim-Schild auf der Böschung hinter dem Kreisel als Ortsbezug vor.

Für das Projekt hat der Rat im Haushalt 17.500 Euro für dieses Jahr und 58.000 Euro nächstes Jahr bereitgestellt.

x