Rhein-Pfalz Kreis Zehn Meter im Sack

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Tolles Wetter und eine Rekordteilnehmerzahl: Rund 270 Schüler aus dem ganzen Rhein-Pfalz-Kreis haben unter optimalen Bedingungen in Limburgerhof das Grundschulsportfest gefeiert. In zehn abwechslungsreichen Disziplinen konnten die jungen Leichtathleten am Dienstag ihr Können unter Beweis stellen. Ein Ortsbesuch.

Für die letzte Disziplin an diesem Vormittag versammeln sich die Dritt- und Viertklässler der teilnehmenden Schulen auf dem großen Rasen im Waldstadion. Während alles für das Sackhüpfen vorbereitet wird, toben die Schüler auf der Wiese. Dann ist es so weit: Es treten immer drei Schulmannschaften gleichzeitig an, von denen jede vier Teilnehmer ins Rennen schickt. Zehn Meter muss jeder von ihnen hüpfen und den Sack dann an einen Teamkollegen übergeben, der dieselbe Strecke zurückhüpft. Zweimal geht es hin und her. Die einen versuchen es mit vielen kleinen, die anderen wollen mit möglichst großen und weiten Sprüngen die Strecke so schnell es geht hinter sich bringen. Die erste Runde gewinnt die Pestalozzischule aus Mutterstadt. Dann sind die nächsten drei Teams an der Reihe. Die Schüler feuern sich gegenseitig lautstark an. „Das ist die stimmungsvollste Disziplin von allen“, sagt Philipp Kettenbach, Fachberater für Schulsport im Landkreis und Sportlehrer an der Realschule plus in Dudenhofen-Römerberg. Die jungen Sportler sind noch erstaunlich fit, obwohl sie in den vergangenen Stunden schon so einiges geleistet haben: Zehn Disziplinen galt es zu bewältigen, darunter Klassiker wie Weitwurf, Hochsprung oder Sprint. Ausgefallene Wettkämpfe haben für viel Abwechslung gesorgt. So kamen beim Mannschaftsstoßen mit einem Medizinball die Arm- und Brustmuskeln der Kinder zum Einsatz. Bei der Bananenkartonstaffel mussten die einzelnen Teammitglieder eine 40 Meter lange Strecke zurücklegen, auf der vier kastenförmige Hindernisse aufgebaut waren. „Die Wettkampfdisziplinen sind so vielfältig, dass jeder seine Stärken einbringen kann“, sagt Timo Zieger, Abteilungsleiter für Sport bei der Kreisverwaltung. „Der Hochsprung gefällt mir persönlich am besten. Hier wird bildlich greifbar, wie die Schüler ein Hindernis überwinden.“ 33 Grundschulen aus dem Kreis hatte er eingeladen, von denen am Ende 17 gekommen seien. „Ein Rekordergebnis“, sagt Zieger. „Die Grundschüler des Kreises sollen beim Sportfest die Gelegenheit bekommen, sich mit den Sportlern anderer Schulen zu messen und auszutauschen“, sagt Kettenbach, der seit 2008 als Organisator dabei ist. Den Jungathleten gefällt das Grundschulsportfest. Der zehnjährige Felix ist mit der Mannschaft der Grundschule Nord aus Schifferstadt angereist. „Am meisten Spaß haben Weitwurf und Weitsprung gemacht“, sagt der Viertklässler. Teamkollegin Mareike findet, dass ihre Mannschaft bei den Wettkämpfen gut abgeschnitten hat. „Ob wir gewinnen, weiß ich aber nicht“, sagt die Zehnjährige, die ebenfalls die vierte Klasse besucht. 2013 sei ihre Schule auf dem vierten Platz gelandet. Die neunjährige Annika von der Domholzschule in Limburgerhof ist begeisterte Sportlerin und bereits zum zweiten Mal beim Grundschulsportfest dabei. „Ich finde es schön, dass sich hier alle so gut verstehen“, sagt sie. „Als ich mir vorhin den Fuß umgeknickt habe, ist gleich jemand von einer anderen Schule zu mir gekommen und hat gefragt, ob alles in Ordnung ist.“ Ihre Teamkollegin, die zehnjährige Saskia, kann das bestätigen: „Obwohl wir Gegner sind, gehen alle nett miteinander um.“ Nach dem Sackhüpfen versammeln sich alle Schüler zur Siegerehrung: Die besten Ergebnisse hat die Rehbachschule Neuhofen erzielt und landete damit auf dem ersten Platz, gefolgt von der Grundschule Hochdorf-Assenheim. Die Kinder der Karl-Wendel-Schule Lambsheim machten den sechsten, die Sportler der Rheinschule Roxheim den zwölften Platz. Wer weniger gut abgeschnitten hat, muss sich nicht ärgern: Für alle gibt’s Urkunden und Freikarten für die Freibäder des Rhein-Pfalz-Kreises.

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