Dudenhofen
Zehn Jahre Verbandsgemeinde: „Wir sind zusammengewachsen“
Identifizieren sich die Dudenhofener, Harthausener, Hanhofener und Römerberger nach zehn Jahren mit der fusionierten Verbandsgemeinde? Die Antwort auf diese Frage ließ sich bei der Abschlussveranstaltung des Jubiläumsjahres am Freitagabend eher nicht finden. Denn unter den zirka 60 Teilnehmern im Bürgerhaus dominierten dann doch bekannte Gesichter aus der Kommunalpolitik und Verwaltungsmitarbeiter, die ohnehin bereits viele Berührungspunkte mit der Verbandsgemeinde haben.
Aber Identifikation mit einer Verwaltungseinheit zu schaffen ist eben auch keine leichte Aufgabe. Bürgermeisterin Silke Schmitt-Makdice (SPD) konnte zumindest einige der Akteure aus Politik und Verwaltung begrüßen, die das Zusammengehen der VG Dudenhofen mit der Gemeinde Römerberg vor zehn Jahren umgesetzt haben: Während sich der damalige Römerberger Bürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) entschuldigen ließ, war der frühere Bürgermeister der VG Dudenhofen Peter Eberhard (CDU) unter den Gästen.
Die heutige Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde blickte zu Beginn des Abends zunächst kurz auf die Geschichte der Verwaltungseinheit zurück. „Es war nicht einfach eine Zusammenlegung von Verwaltungen“, sagte sie. Vielmehr seien gemeinsame Werte entstanden und man habe geschafft, das Beste aus beiden Verbandsgemeinden zu vereinen. „Wir sind zusammengewachsen und wachsen noch zusammen“, war ihr Fazit nach zehn Jahren. Die Verbandsgemeinde sei attraktiv, lebenswert, sich ihrer Traditionen bewusst und blicke gleichzeitig positiv in die Zukunft.
Lockere Videos
Um ihre Aufgaben gut erfüllen zu können, braucht die Verwaltung gute Mitarbeiter. Diese zu finden hat Büroleiter Christian Schreiner zu seiner Mission gemacht, der zusammen mit Mitarbeiterin Christina Rapp vorstellte, was die Verbandsgemeinde alles getan hat, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Sich mit lockeren Videos auch auf sozialen Netzwerken zu präsentieren, hat sich laut Schreiner ausgezahlt. So habe es 50 Bewerbungen auf eine befristete Stelle im Bürgerbüro gegeben. Auch aus Initiativbewerbungen seien zwei neue Mitarbeiter rekrutiert worden.
Bauabteilungsleiter Andreas Lochbaum erläuterte unter anderem, welche Projekte sein 14-köpfiges Team derzeit beackert. Die Reaktionen aus dem Publikum, wenn Dauerbrenner wie die geplanten Römerberger Kitas aufs Tapet kamen, zeigten: Die Langwierigkeit mancher Prozesse sind eine eigene Baustelle für sich.
Die Abteilung Bürgerdienste präsentierten Fachbereichsleiterin Simone Brill und Stellvertreterin Jennifer Schwarz. Anschaulich zeigten sie anhand des fiktiven Bürgers „Peter Müller“ auf, welche Berührungspunkte - die Menschen in der Verbandsgemeinde mit ihrer Abteilung haben – von Wohnsitz- und Gewerbeanmeldung über Heirat bis hin zum Fundbüro. Matthias Eichberger fiel als Kämmerer die nicht gerade einfache Aufgabe zu, das Thema Haushalt & Co. interessant und verständlich für den Laien aufzubereiten.
Anschaulicher ist da schon das Thema, das Hermann Konrad vorstellte: Der Leiter der Werke sprach über die Gas-, Strom- und Wasserversorgung und nannte unter anderem die Zahl von einer Million Kubikmeter Wasser, das jährlich an die Bürger verkauft werde. Kein Wasser, sondern Sekt gab’s im Anschluss: Während des gemütlichen Teils des Abends bestand Gelegenheit, die Gemeinsamkeiten in der nun nicht mehr ganz so neuen Verbandsgemeinde weiter zu vertiefen.