Mutterstadt
Wunsch nach Mitfahrerparkplatz an A 65
Die genaue Größe werde davon abhängen, wie viel Gelände die Kommune vom Eigentümer erwerben kann, sagt der Beigeordnete Klaus Lenz (CDU). Der angestrebte Parkplatz soll den Medardusring vom Durchgangsverkehr entlasten, der oft als Abkürzung zwischen Ruchheimer und Oggersheimer Straße missbraucht wird. Zudem soll der Parkplatz einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass in Zeiten des Hochstraßen-Problems in Ludwigshafen weniger Menschen mit dem Auto in die Stadt fahren.
Christa Scheid (Grüne) bezweifelt, dass es gelingen wird, den Medardusring auf diese Weise zu entlasten. Sie befürchtet, dass der Parkplatz zusätzlichen Verkehr in diese Straße bringt. Das wiederum hält Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) für unwahrscheinlich. Bei den Auswärtigen, die durch den Medardusring fahren, handle es sich hauptsächlich um Dannstadt-Schauernheimer, die seit jeher diese Strecke nutzen.
FWG für Standort nördlich der Autobahn
Hartmut Magin (FWG) hätte den Mitfahrerparkplatz lieber nördlich der Autobahn beim Hundesportverein angesiedelt, da dort auch das Zuschlagen der Autotüren niemanden stören würde. Sein Vorschlag hat im Gremium jedoch keine Mehrheit gefunden.
Die ursprüngliche Idee zu einem Mitfahrerplatz an der A 65 stammte von der SPD. Sie wollte diesen allerdings an einer neuen Abfahrt an der Oggersheimer Straße schaffen. Eine weitere Abfahrt hielt der Landesbetrieb Mobilität aber für nahezu aussichtslos, da Mutterstadt in der Nähe bereits über zwei Autobahnanschlüsse verfüge. Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung schließlich einen Standort an der Ruchheimer Straße vorgeschlagen.
Medardusring nicht mehr als Ausweichstrecke angeben
Daneben soll die Verwaltung bei der Landesmeldestelle der Polizei in Mainz vorstellig werden. Diese soll auf die Anbieter von Navigationssystemen dahingehend einwirken, dass sie zum Beispiel bei Unfällen auf der Autobahn den Medardusring nicht mehr als Ausweichstrecke angeben, so der Wunsch des Gremiums.
Weiteren Vorschlägen der SPD und der Grünen zur Entlastung des Medardusrings hat das Gremium hingegen eine Absage erteilt. So sei bereits versucht worden, den Verkehr mit Aufpflasterungen auszubremsen. Die hätten jedoch so viel Lärm verursacht, dass die Anwohner das Entfernen der Aufpflasterungen gefordert hätten. Zum verkehrsberuhigten Bereich könne der Medardusring auch nicht umgewidmet werden, da es sich bei ihm um eine Sammelstraße handle. Abwechselndes Parken auf beiden Fahrbahnseiten gebe es schon. Dieses auszuweiten, würde zusätzliche Parkplätze kosten.