Dudenhofen Wohnpark: FWG-Kritik am Bürgermeister

Der Wohnpark am Hainbach, der in Dudenhofen entsteht.
Der Wohnpark am Hainbach, der in Dudenhofen entsteht.

Die Freie Wählergruppe Dudenhofen kritisiert Aussagen von Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) hinsichtlich zweier Projekte im Dorf.

Hook hatte auf eine Nachfrage eines Bürgers in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ratssitzung geantwortet. Der Bürger wollte wissen, warum der Investor alle im „Wohnpark am Hainbach“ entstehenden Wohnungen zum Kauf anbiete, wenn doch vereinbart worden sei, dass ein Teil sozialverträglich vermietet wird. Hook verwies auf städtebauliche Verträge sowie eine freie Vereinbarung mit dem Investor, auf welche die Gemeinde pochen werde. Es sei ein Jurist eingeschaltet.

„Bis zum heutigen Tag konnte die Ortsspitze uns keinen Beleg für eine entsprechende schriftliche Vereinbarung zwischen dem Investor und der Ortsgemeinde vorlegen“, kritisiert die FWG nun. „Die Ankündigung des Bürgermeisters vom Neujahrsempfang 2024 stellt sich als leere Versprechung heraus.“ Die Freien Wähler meinen damit die Aussage, dass 25 Prozent der 28 Wohnungen von einkommensschwächere Familien angemietet werden können und die Gemeinde sich dies vertraglich habe zusichern lassen. Die FWG habe in den vergangenen Monaten mehrfach um Auskunft zu diesem Thema gebeten. Inzwischen verfestige sich die Vermutung, dass es in den städtebaulichen Verträgen keine Vereinbarung zur Vermietung an einkommensschwächere Familien gebe und die sogenannte freie Vereinbarung „bestenfalls eine mündliche Aussage des Investors, die vor Gericht haltlos ist“, sei. „Wir fragen uns, warum unser Bürgermeister so naiv mit den Interessen seiner Bürgerinnen und Bürger umgeht“, schreibt die FWG.

Die Freien Wähler befürchten nun, dass auf dem gemeindeeigenen Grundstück „In den Dreißig Morgen“ ebenfalls lediglich Eigentumswohnungen zu Quadratmeterpreisen ab 5000 Euro aufwärts entstehen. „Der Bürgermeister scheint inzwischen resigniert zu sein, denn diesmal möchte er bereits im Vorhinein auf feste Bedingungen im Kaufvertrag verzichten“, teilt die Wählergruppe mit. Auf Vorschläge, wie das vom Bürgermeister gewünschte „Mehrgenerationenhaus“ dort umgesetzt werden könne, habe Hook nicht reagiert. Einer öffentliche Diskussion sei durch die Ansetzung im nichtöffentlichen Teil bewusst aus dem Weg gegangen worden.

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