DUDENHOFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Wohnpark am Hainbach: CDU spricht von „grünen Krokodilstränen“

Gerodetes Grundstück: Am Vorgehen des Eigentümers hat sich nun auch politischer Streit entzündet.
Gerodetes Grundstück: Am Vorgehen des Eigentümers hat sich nun auch politischer Streit entzündet.

„Grüne Krokodilstränen in Dudenhofen“ hat die örtliche CDU eine Stellungnahme zu dem geplanten „Wohnpark am Hainbach“ und der Rodung des Geländes überschrieben.

„Die CDU-Fraktion in Dudenhofen wehrt sich gegen den im RHEINPFALZ-Artikel vom 16. Februar erhobenen Vorwurf einer Fehleinschätzung und verurteilt das rücksichtslose Vorgehen des Grundstückseigentümers“, teilen Fraktionsvorsitzender Jürgen Ofer und sein Stellvertreter Marcus Mönig mit. Die Grünen stellten mit SPD und FDP die Mehrheit im Rat und hätten den Posten des Ersten Beigeordneten inne. „Einigkeit im politischen Handeln scheint es bei den Ampel-Partnern aber nicht zu geben“, findet die CDU. „Denn sonst hätte die regierende Mehrheit nicht auf die Opposition hoffen müssen, um eine Offenlegung zu einem Bebauungsplan abzulehnen.“

Die CDU habe Offenlegung und Bürgerbeteiligung zugestimmt – „nicht mehr und nicht weniger“. Als Opposition habe sie ihre Kritik am Bebauungsplan im Bauausschuss eingebracht. Die nun „vergossenen Krokodilstränen der Grünen-Fraktion“ seien „zynisch und unredlich“. Schon mindestens zwei Wochen vor den Baumfällungen habe es dringende schriftliche Bitten der Anwohner an Bürgermeister und Beigeordneten gegeben, weil sie eine baldige Rodung befürchteten – verbunden mit der Bitte, dies zu verhindern. „Die Behauptung, dass Bürgermeister Hook und Beigeordneter Burck von der Rodung durch den Grundstückseigentümer überrumpelt wurden, wie mehrfach öffentlich geäußert, ist daher nicht haltbar“, finden die Christdemokraten. Der CDU-Fraktion seien die Informationen damals nicht weitergegeben worden. Warum nicht gehandelt wurde, habe bisher nicht schlüssig geklärt werden können.

Die Teilnahme an einem kurzfristig anberaumten „Hinterzimmer-Gespräch“, zu dem der Ortsvorstand eingeladen hatte, habe die CDU abgelehnt. „Eine Diskussion über die Ursachen des Desasters und die nötige Transparenz – wie der Bürgermeister öffentlich gerne bekundet – über das weitere Vorgehen kann nur in den zuständigen Gremien, wie der öffentlichen Bauausschusssitzung jetzt am Donnerstag, erfolgen“, schreibt die CDU.

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