Frankenthaler Umland Wo und wann mit Bürgern aufs neue Jahr angestoßen wird

Sekt ist beim Neujahrsempfang ein Muss.
Sekt ist beim Neujahrsempfang ein Muss.

In der Zeit vor Corona war fast überall im Frankenthaler Umland klar: Kurz nach dem Jahreswechsel findet ein Empfang in der guten Stube des Dorfs statt, und dann gibt der Bürgermeister einen Ausblick auf das, was von Gemeindeseite aus im neuen Jahr geplant ist. Doch die Tradition steht infrage. Nur in vier von elf Orten steht ein Termin im Januar fest.

Großniedesheim hält am Sonntag, 8. Januar, die Tradition eines Neujahrsempfangs mit Bürgermeisterrede und Rahmenprogramm aufrecht. Treffpunkt ist um 14 Uhr in der Friedenshalle. Weiter geht’s am 15. Januar in Dirmstein (16 Uhr, Festhalle) mit Beteiligung der Jugendband der Musikschule Leiningerland und in Bobenheim-Roxheim (14.11 Uhr, Jahnhalle) in Zusammenarbeit mit den Roxheimer Fasnachtern. Wobei Bürgermeister Michael Müller (SPD) warnt: Es könnte sein, dass die Jahnhalle für die Unterbringung von Geflüchteten gebraucht wird. Dann fällt der Empfang wohl aus. Von einem Umzug in den Ratssaal ist derzeit jedenfalls nicht die Rede.

Müller befürchtet, dass sich die Lage in der Ukraine weiter verschlechtert. Außerdem: Wegen des Hackerangriffs wurde der Rhein-Pfalz-Kreis bei der Verteilung von Flüchtlingen im Land zuletzt verschont. Das könnte sich im Januar ändern. Von einer Zuteilung „doppelt und dreifach“ war kürzlich im Gemeinderat die Rede.

Für Freitag, 20. Januar, 19 Uhr, lädt Lambsheim seine Bürger in die Mensa der Karl-Wendel-Schule ein. Vor der Pandemie war der Neujahrsempfang eine abendfüllende Veranstaltung mit reichlich Musik vom GMV Volkschor, mit der Verabschiedung des jeweiligen Turmmalers und mit Ehrungen. Die Mensa war meist bis auf den letzten Platz gefüllt. Diesmal soll alles – wegen Corona, Grippe und Co. – eine Nummer kleiner sein und nicht so lange dauern, kündigt Melanie Günther von der Gemeinde an.

Einen ganzen Monat wird in Gerolsheim gewartet, bevor am Samstag, 4. Februar, auf das neue Jahr angestoßen wird. Um 15 Uhr trifft sich die Gemeindespitze mit interessierten Einwohnern im Dorfgemeinschaftshaus. Erst in der zweiten Februarhälfte werden die Großkarlbacher zusammenkommen, um Ortschef Paul Schläfer (FWG) zuzuhören und Geselligkeit zu pflegen.

Die danach terminierten Veranstaltungen heißen dann nicht mehr Neujahrs-, sondern Bürgerempfang: in Heßheim am 12. März, in Heuchelheim Mitte oder Ende März. Und in Beindersheim planen Bürgermeister und Beigeordnete für Mai eine Veranstaltung mit Festcharakter: im Bürgergarten mit Musik und kulinarischen Angeboten.

Ob in Laumersheim etwas stattfindet, ist laut Ortsbürgermeister Arno Wieber (CDU) noch nicht klar, denn die Ratssitzung im Dezember, in der das besprochen werden sollte, sei ausgefallen und könne erst am 11. Januar nachgeholt werden. Traditionell ohne Bürgerempfang starten die Kleinniedesheimer ins neue Jahr, denn laut Ortsbürgermeister Ewald Merkel (FWG) brauchen sie das nicht. Er lässt die RHEINPFALZ wissen: „Die interessierten Bürgerinnen und Bürger sind durch den Besuch von Sitzungen, die Infos in den Printmedien und auf der Webseite der Ortsgemeinde sowie der aufmerksamen Registrierung der Tätigkeiten der politisch Verantwortlichen recht gut über die Entwicklungen in der Ortsgemeinde informiert.“

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